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Protest gegen geplante Kaliabbau wieder aufgenommen: Bürgerinitiativen und BUND mobilisieren über 100 Menschen in Bernterode

Kampf um die Natur: Protest gegen die Wiederaufnahme des Kaliabbaus

An einem Samstag versammelten sich über 100 Menschen in Bernterode zu einer Protestaktion gegen die geplante Wiederaufnahme des Kaliabbaus. Die Bürgerinitiative gegen die Wiederaufnahme des Kaliabbaus im Eichsfeld und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatten zu dieser Kundgebung aufgerufen. Die Aktivisten informierten sich bei einem Rundgang über die Ausmaße des geplanten Industriekomplexes, der unter anderem den täglichen Transport von 400 LkW, einen Wasserverbrauch von 74 Kubikmetern pro Stunde rund um die Uhr und eine enorme Flächeninanspruchnahme umfassen soll. Zusätzlich ist ein 420 MW Gaskraftwerk geplant, um das Kalisalz zu verarbeiten. Im Jahr 2030 würden die Förderung und Verarbeitung am Standort voraussichtlich für knapp 2 Prozent des deutschen Kohlendioxidausstoßes verantwortlich sein.

Um gegen diese geplante Umwelt- und Naturzerstörung zu protestieren, wurde ein 30 Meter langes BUND-Transparent mit der Aufschrift „DIE ERDE WEINT“ enthüllt. Eli Sondermann vom BUND Eichsfeld kritisierte das Projekt der Südharz Kali GmbH als nicht umwelt- und naturverträglich, da es die Region austrocknen würde und die Lebensgrundlagen der Menschen gefährde. Die Pläne des Bergbauunternehmens sehen vor, in den kommenden Jahrzehnten Kalischichten bis nach Küllstedt und Mühlhausen abzubauen, was für unübersehbare Folgen sorgen könnte.

Der BUND fordert daher gemeinsam mit den Bürgern die Nullvariante und einen vollständigen Verzicht auf das Projekt, einschließlich der Suche nach Alternativstandorten. Sebastian König, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen, betont, dass der Ressourcenabbau in Nordthüringen bereits alle Verträglichkeitsgrenzen überschreitet. Er kündigte an, die Planungsverfahren intensiv zu begleiten und die Rechte des Umwelt- und Naturschutzverbandes voll auszuschöpfen, da raumordnerische Belange durch das Vorhaben verletzt werden könnten.

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Martin Schneider

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