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LMU-Forschende identifizieren Gen für Partnerwahl bei Schmetterlingen

In einer aktuellen Studie haben LMU-Evolutionsbiologen eine direkte Verbindung zwischen einem Gen und Verhalten in tropischen Heliconius-Schmetterlingen nachgewiesen. Das Gen regucalcin1 wurde durch Einkreuzung von H.melpomene an H. timareta weitergegeben und ist verantwortlich dafür, dass Männchen beider Arten Weibchen mit roten Mustern bevorzugen. Dieser Genaustausch durch Kreuzung zeigt, dass Hybridisierung unterschiedlicher genetischer Linien eine Rolle bei der Evolution von Verhaltensweisen spielen kann.

Die leuchtenden Farben und Muster auf den Flügeln der Heliconius-Schmetterlinge dienen nicht nur der Abwehr von Fressfeinden, sondern auch der Partnerwahl. Die Forschung zeigt, dass Männchen bevorzugen, Weibchen auszuwählen, die ähnliche Muster aufweisen wie sie selbst. Durch genetische Untersuchungen konnte das Gen regucalcin1 identifiziert werden, das für diese visuellen Präferenzen verantwortlich ist.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Hybridisierung und Genaustausch zwischen verschiedenen Arten zur Entstehung von Verhaltensweisen beitragen können. Dieser Vorgang spielt eine wichtige Rolle in der Evolution und zeigt, wie sich Verhaltensweisen im Laufe der Zeit entwickeln können.

Die wissenschaftliche Publikation zu dieser Studie wurde im Fachmagazin Science veröffentlicht und betont die Bedeutung dieser Erkenntnisse für das Verständnis der evolutionären Prozesse bei Tieren. Die Forschung wurde in Zusammenarbeit mit Forschern aus Kolumbien und Panama durchgeführt und zeigt die internationale Vernetzung und Zusammenarbeit in der Wissenschaft.

Für weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten mit den beteiligten Forschern verweisen wir auf die unten stehenden Angaben.



Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München / ots

Martin Schneider

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