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Kritik von NATO-Generalsekretär an Kanada für mangelnde Verteidigungsausgaben

Druck auf Kanada: NATO-Chef fordert höhere Verteidigungsausgaben

Bei seinem Besuch in Ottawa hat der Generalsekretär der NATO Kanada gedrängt, mindestens 2 % seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben, wie es bereits 23 der 32 Mitgliedsländer des Bündnisses versprochen haben.

Diese offene Kritik an Kanada äußerte Jens Stoltenberg, ehemaliger Premierminister Norwegens von 2005 bis 2013, vor der Canadian Association for NATO in der Hauptstadt.

Stoltenberg betonte, dass Sicherheit eine Grundvoraussetzung für den Erfolg aller Regierungsbemühungen sei, von Gesundheit und Bildung bis hin zur Bekämpfung des Klimawandels.

Trotz milliardenschwerer Versprechungen liegt die Regierung von Justin Trudeau noch weit von dem Ziel entfernt. Bei aktuellem Tempo würde Kanada erst in mindestens einem Jahrzehnt die 2 %-Marke erreichen.

Laut NATO geben die aktuellen Ausgaben Kanadas für Verteidigung nur 1,33 % seines BIP aus. Mit der neuen nationalen Verteidigungsstrategie, die vor zwei Monaten vorgestellt wurde, plant Ottawa, seine Ausgaben bis 2030 auf 1,76 % des BIP zu steigern.

Neben den USA haben sich nun 23 Länder verpflichtet, die Zielvorgabe zu erreichen. Dabei handelt es sich größtenteils um kleinere Volkswirtschaften als Kanada, das jedoch aufgrund seiner Bevölkerungszahl das achtwichtigste Mitglied ist.

Mit dem Hinweis darauf, dass Kanada mit denselben Herausforderungen konfrontiert ist wie alle anderen Verbündeten, betonte Stoltenberg, dass Sicherheit ein grundlegender Baustein für den Erfolg in allen Politikbereichen darstellt.

Im vergangenen Monat haben 23 US-Senatoren, sowohl Demokraten als auch Republikaner, einen Brief an Justin Trudeau geschickt, in dem sie ihn auffordern, das Ziel zu erreichen und die Verteidigungsausgaben zu erhöhen.

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