Roberto Saviano, der renommierte Journalist und Autor, präsentierte gestern im Münchner Literaturhaus sein neues Buch „Treue“, das sich intensiv mit der Rolle von Frauen in der Mafia befasst. Saviano, bekannt durch seine mitreißende Reportage „Gomorrha“ über den Camorra-Clan, lebt seit fast zwei Jahrzehnten unter Polizeischutz aufgrund der ständigen Bedrohungen, denen er ausgesetzt ist. In seinem neuesten Werk beleuchtet er, wie das Leben in den mafiösen Strukturen nicht nur Kriminalität, sondern auch das Liebes- und Familienleben beeinflusst, und gibt Einblicke in die Schicksale von Frauen in dieser von Männern dominierten Welt. Ihre Lebenswege sind geprägt von Liebe, Intrigen, Unterdrückung und Ermächtigung, wie litcologne.de berichtet.

Die Veranstaltung zur Buchvorstellung, die auf die Veröffentlichung am 19. März 2025 in Köln vorbereitete, fand großes Interesse. Barbara Auer, die Übersetzerin des Buches, hat zusammen mit ihren Kollegen Anna Leube und Wolf Heinrich Leube maßgeblich zur deutschen Fassung beigetragen. Während Saviano auf die komplexen Beziehungen innerhalb der Mafia-Familien eingeht, zeichnen sich deutliche Parallelen zu den Ergebnissen einer Studie der OSZE ab, die alle Teilnehmerstaaten untersucht hat. Demnach machen Frauen zwischen 5 und 40 Prozent der Mitglieder in kriminellen Organisationen aus, und ihre Rollen sind von Fusssoldatinnen bis zu entscheidenden Mafiabossinnen vielschichtig und bedeutsam, wie tagesanzeiger.ch hervorhebt.

Frauen in der organisierten Kriminalität

Die OSZE-Studie zeigt, dass Frauen weltweit in verschiedenen kriminellen Märkten aktiv sind, einschließlich Geldwäsche, Drogen- und Waffenhandel sowie Prostitution. Viele Frauen geraten durch Armut und fehlende Alternativen in die Kriminalität, während andere durch Menschenhandel in diese Welt gedrängt werden. Oftmals tragen Frauen in kriminellen Familien entscheidende Werte weiter und nehmen strategische Rollen ein, was ihre Bedeutung innerhalb dieser Organisationen unterstreicht. Die Studie fordert daher eine intensivere Untersuchung und geeignete Präventionsmaßnahmen, um den Kreislauf der Kriminalität zu durchbrechen.

Parallel zu diesen Themen ließ sich in München nicht nur die Komplexität der weiblichen Rollen in der Mafia spüren. In der gleichen Zeit wurde bekannt, dass Schwimmkurse ab April teurer werden könnten, da weniger Becken für Anfänger zur Verfügung stehen. Vereine warnen bereits vor den möglichen Folgen der reduzierten Kapazitäten. Zudem trat der 84-Jährige Plácido Domingo in der Isarphilharmonie auf, begleitet von der Sopranistin María José Siri, und es gab Berichte über einen Bestechlichkeitsverdacht im KVR. Eine Beschuldigte wurde mittlerweile aus der Untersuchungshaft entlassen, wie sueddeutsche.de berichtet.