Die Stadt Dresden plant den Einsatz einer speziellen Drohne zur Suche nach Bomben und Blindgängern in der Elbe. Dieser Schritt erfolgt im Zusammenhang mit der jüngsten Entdeckung mehrerer Blindgänger, die seit Anfang des Jahres an der Carolabrücke gefunden wurden. Der Einsatz der Drohne soll beginnen, sobald die erforderliche Fluggenehmigung vorliegt. Diese Drohne wird mit einer magnetischen Sonde ausgestattet, die Messdaten ermittelt und eine detaillierte Karte aller im Gebiet befindlichen Objekte erstellt, wie MDR berichtet.
Ein zentrales Problem bei dieser Mission besteht darin, zwischen eisenhaltigen Trümmern, wie zum Beispiel den Geländern der Brücke, und tatsächlich gefährlichen Blindgängern zu unterscheiden. Nach der Identifizierung der potenziellen Blindgänger folgt dann deren Bergung.
Drohnentechnologie in der modernen Kriegsführung
Parallel zu den Bemühungen in Dresden wird auch an der Universität der Bundeswehr München an innovativen Technologien zur Erkennung von Sprengstoffen gearbeitet. Die Universität ist Partner im europäischen GENIUS-Projekt, welches das Ziel hat, die Erkennung von Bedrohungen auf dem Gefechtsfeld durch die Verwendung von Drohnen zu revolutionieren. Dieses Projekt wird von GMV Aerospace and Defence koordiniert und von der Europäischen Kommission über den Europäischen Verteidigungsfonds finanziert, wie unibw.de hinweist.
Im Rahmen des GENIUS-Projekts arbeitet ein Konsortium aus 18 führenden europäischen Unternehmen und Hochschulen an einem systematischen Ansatz zur Erkennung von improvisierten Sprengsätzen, Blindgängern und Landminen. Der wissenschaftliche Partner der Universität der Bundeswehr, Professor Peter Stütz, und sein Team setzen auf die Integration moderner Sensoren, unbemannter Plattformen und künstlicher Intelligenz. Dies soll die Genauigkeit und Zuverlässigkeit beim Bedrohungsmanagement erhöhen und gleichzeitig die Risiken für das Einsatzpersonal verringern.
Künftige Perspektiven
Das GENIUS-Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monaten, und bereits im Dezember 2024 fand die erste Sitzung des Konsortiums statt. Am 28. und 29. Januar 2025 wurde der erste Workshop abgehalten, bei dem technische Herausforderungen sowie ethische und sicherheitstechnische Rahmenbedingungen diskutiert wurden. Das Projekt zielt darauf ab, zuverlässige und anpassungsfähige Bedrohungsmanagementsysteme zu entwickeln, die die Einsatzsicherheit und Effizienz steigern, wie buongiornosuedtirol.it berichtet.
Insgesamt stehen diese Entwicklungen nicht nur in Dresden, sondern auch im militärischen Kontext für eine Fortschrittlichkeit in der Nutzung von Drohnentechnologie und deren Anwendung zur Verbesserung von Sicherheit und Effizienz in verschiedenen Umgebungen.