München sieht sich einem wachsenden Konflikt zwischen Anwohnern und Surfern an der beliebten Eisbachwelle E2 (Dianabadschwelle) gegenüber. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat kürzlich seinen Willen bekundet, eine Lösung für die Probleme zu finden, die durch den Zaun entstanden sind, der von Anwohnern errichtet wurde. Dieser Zaun soll Surfer von den angrenzenden Grundstücken fernhalten und wurde aufgrund von Beschwerden über Lärm, Müll und nächtliche Störungen installiert.tz.de berichtet, dass Reiter in Gespräche mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder eintreten möchte, um eine Einigung mit der bayerischen Schlösserverwaltung zu erzielen. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnte die Stadt sogar das Betreiberrisiko übernehmen und eine entsprechende Gesellschaft gründen.

Die Situation eskaliert weiter, da Anwohner berichten, dass sich ihre Lebensqualität seit der Zäunung deutlich verschlechtert hat. Ein neues Zaunelement macht den Zugang zur Eisbachwelle für viele Surfer nahezu unmöglich, was insbesondere für Anfänger problematisch ist. Profis hingegen finden kreative Wege, um trotzdem auf die Welle zu gelangen. Der Lärm, das hinterlassene Unrat sowie nächtliche „Surfpartys“ sorgen zudem für verärgerte Anwohner und haben zu einer Petition geführt, die bis jetzt knapp 3.600 Unterschriften zur Rettung der Münchner Surfkultur sammeln konnte. Diese verlangt die Entfernung des Zauns.merkur.de hat zudem berichtet, dass die Eigentümergemeinschaft der angrenzenden Grundstücke bereit ist, die Reparaturkosten von 28.000 Euro für den alten Zaun zu tragen.

Konflikt zwischen Anwohnern und Surfern

Ein Treffen zwischen Surfern und Anwohnern Ende 2024 brachte keine Einigung. Während die Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM) finanzielle Entschädigungen anbot, stritten sich beide Seiten über die Verantwortung für die verursachten Schäden.t-online.de hebt hervor, dass einige Anwohner von „unhöflichem“ Verhalten von Surfern und von nächtlicher Ausleuchtung berichten. Die IGSM hat sich zum Ziel gesetzt, die Surfer für mehr Rücksichtnahme zu sensibilisieren, doch die Spannungen bleiben hoch.

Die Eisbachwelle E2 gilt als eine der besten ihrer Art in München, was den Ansturm von Surfern erklärt. Mit einer weiteren Surferwelle an der Floßlände in Thalkirchen, die nur saisonal verfügbar ist, sind viele Wellenreiter auf die Eisbachwelle angewiesen. Surfen auf dem Eisbach ist zwar illegal, wird jedoch bislang von der Stadt toleriert. Dennoch ist der Anstieg der Surferzahlen ein Zeichen dafür, dass die Infrastruktur an den Grenzen ihrer Kapazitäten ist, was den Konflikt zwischen Anwohnern und der wachsenden Surf-Community weiter anheizt. Der Bürgermeister äußerte sein Bedauern über die Situation, sieht jedoch wenig Handlungsspielraum angesichts der bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen.tz.de dämpft die Hoffnung auf eine schnelle Lösung.