Am Samstagmittag sorgten rund 60 Ultra-Fans des TSV 1860 bei ihrer Rückreise von einem Bayernliga-Spiel in Memmingen für Randale. Im Zug kam es zu Sachbeschädigungen, und am Bahnhof Memmingen zündeten die Fans Pyrotechnik und überrannten die Einlasskontrolle des Stadions. Bei ihrer Rückkehr zum Hauptbahnhof München warteten mehr als 120 Beamte von Bundes- und Landespolizei auf die zwielichtigen Reisenden zur Identitätsfeststellung.

Der Zug wurde vorsorglich auf Gleis 36 umgeleitet, um potenzielle Konflikte mit Bayern-Anhängern, die ebenfalls im Hauptbahnhof waren, zu vermeiden. Während die Polizei eine provisorische Bearbeitungsstraße errichtete, wurde der Verkehrsfluss für Reisende ohne Fußballbezug reibungslos aufrechterhalten. Temporäre Gleissperrungen führten zu keinen nennenswerten Verspätungen im Bahnverkehr. Die Situation wurde schnell unter Kontrolle gebracht, doch der Vorfall wirft ein grelles Licht auf das problematische Verhalten einiger Fußballfans.