Am 15. März 2025 fand in der Realschule Puchheim der 14. Praxistag des Schulsanitätsdienstes statt. Die Veranstaltung, die eine Rekordzahl von rund 400 Teilnehmern aus insgesamt 70 Schulen in Bayern anlockte, wurde von bayerischen Hilfsorganisationen organisiert. Teilnehmer kamen aus Städten wie München, Fürstenfeldbruck, Landsberg und Starnberg. Laut Merkur gab es etwa 100 mehr Anmeldungen als in den Vorjahren.
Der Praxistag bot den Schülern eine Vielfalt an Ausbildungsprogrammen, die sich auf verschiedene Notfälle konzentrierten. Dazu zählten Workshops zur Wundversorgung, der Behandlung von Knochenbrüchen, Blutungen, Verbrennungen, Allergien, Vergiftungen und akuten Bauchschmerzen. Ein weiteres Highlight war die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die an speziellen Phantomen geübt wurde. Auch die Behandlung von Alkohol- und Drogennotfällen sowie Quetschungen und Amputationen gehörten zu den praktischen Übungen.
Für Lehrkräfte und Schüler gleichermaßen
Lehrkräfte wurden ebenfalls aktiv eingebunden und hatten die Möglichkeit, an Workshops zur Organisation und Leitung des Schulsanitätsdienstes teilzunehmen. Die offizielle Ausschreibung verdeutlichte, dass dieser Tag sowohl Schülerinnen und Schülern als auch Lehrpersonen wichtige Einblicke und praktische Kenntnisse im Bereich der Ersten Hilfe vermittelte. Der Anmeldeschluss war am 2. Februar 2025, und die Durchführung beinhaltete verschiedene Fortbildungen und praktische Übungen.
Die Wunden der Teilnehmer wurden nicht nur behandelt, sondern in einem kreativen Rahmen auch geschminkt und mit künstlichem Blut dargestellt, um realistische Szenarien zu simulieren. Dies half den Schülern, in simulierten Notfallsituationen das richtige Verhalten zu erlernen.
Ein Zeichen für Engagement
Das Besondere an dieser Veranstaltung war die Auszeichnung der Realschule Puchheim mit dem Wanderpokal „Helfende Hand“, die die Leistung und das Engagement der Beteiligten würdigte. Besonders hervorzuheben ist der Sport- und Englischlehrer Marc Andrée, der sich seit 2006 für den Schulsanitätsdienst engagiert und damit maßgeblich zur Entwicklung des Programms beiträgt.
Der Schulsanitätsdienst selbst spielt eine wichtige Rolle in der Schulsicherheit und bietet eine Unterstützung für die Schulleitung in der Verantwortung für das Wohlergehen der Schüler und Lehrkräfte. Nach Angaben der Malteser gibt es gegenwärtig über 500 Schulsanitätsdienste in Deutschland, in denen rund 9.000 Schulsanitäterinnen und -sanitäter aktiv sind. Diese Organisationen bringen jungen Menschen das Thema „Helfen“ näher und fördern Zivilcourage und gesellschaftliche Verantwortung.