Das milde Wetter führt dazu, dass die Igel in Bayern aus ihrem Winterschlaf aufwachen. Diese süßen Wildtiere haben jedoch Schwierigkeiten, ausreichend Nahrung zu finden. Der Bund Naturschutz und Pro Igel rufen deshalb zur Unterstützung der Igel auf, die aktuell auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen sind. Die Organisationen empfehlen, Futterstellen einzurichten, um den Igeln in dieser kritischen Phase unter die Arme zu greifen.

Zu den vorgeschlagenen Futteroptionen gehören:

  • eine Schale mit frischem Wasser
  • Rührei
  • hochwertiges Katzenfutter
  • getrocknete Insekten

Darüber hinaus wird geraten, die Gartenarbeit vorerst ruhen zu lassen, um die Igel in ihrer Ruhephase nicht zu stören. Tätigkeiten wie das Aufräumen von Laubhaufen, Reisighaufen oder Holzlagerplätzen könnten die Igel aufscheuchen und ihren Unterkünften gefährlich werden.

Futterplätze schützen

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der geeignete Schutz der Futterplätze. Diese sollten so gestaltet sein, dass ungebetene Gäste wie Katzen ferngehalten werden. Eine praktische Lösung besteht darin, eine Holzkiste über der Futterschale mit ausgesägtem Eingang zu platzieren, die zusätzlich mit einem Stein beschwert wird. Dies sorgt für Sicherheit und Ruhe für die Igel.

Wildtiere benötigen vor allem im Winter Unterstützung, vor allem bei Frost und Schnee. Igel sollten nicht gestört werden, solange sie in ihrer Winterruhe sind, und benötigen bis April keinen Kontakt zu Menschen. An dieser Stelle ist es auch wichtig zu erwähnen, dass Milch für Igel schädlich ist und daher unbedingt vermieden werden sollte. Stattdessen können sie mit ungewürztem Rührei oder spezieller Igelnahrung versorgt werden.

Unterstützung für weitere Tiere

Die Nahrungsnot beschränkt sich jedoch nicht nur auf Igel. Auch Vögel leiden unter der Kälte und dem Nahrungsmangel in der kalten Jahreszeit. Sie benötigen Futter wie Meisenknödel, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Rosinen und frische Obststücke. Zudem sind Wasserstellen besonders wichtig, insbesondere wenn natürliche Wasserquellen gefroren sind.

Eichhörnchen hingegen benötigen in der Regel keine Zufütterung, profitieren jedoch von naturnahen Gärten. Fledermäuse, die Winterruhe in Höhlen oder verlassenen Gebäuden halten, sollten ebenfalls nicht gestört werden. Schmetterlinge, die als Ei, Raupe oder Puppe überwintern, dürfen nicht in beheizte Innenräume gebracht werden, während Marienkäfer Unterschlupf in Laub, Steinen und Rinde suchen. Eine Aufräumaktion im Garten könnte ihnen einen wichtigen Lebensraum nehmen.

Insgesamt zeigt sich, dass ein naturnaher Garten mit Bäumen, Sträuchern und einem Verzicht auf chemische Düngemittel und Pestizide nicht nur den Igeln, sondern vielen Wildtieren das ganze Jahr über Lebensräume bietet. Um effektiv helfen zu können, ist es wichtig, sich über die speziellen Bedürfnisse der Wildtiere zu informieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte PNP und Focus.

Quellen

Referenz 1
www.pnp.de
Referenz 3
www.focus.de
Quellen gesamt
Web: 12Social: 159Foren: 43