Die 26-jährige Tereza Nova, eine aufstrebende Skirennfahrerin aus Tschechien, ist nach einem gravierenden Trainingssturz in Garmisch-Partenkirchen in ein künstliches Koma versetzt worden. Der Vorfall ereignete sich während eines Abfahrts-Trainings, bei dem sie eine schwere Kopfverletzung erlitt. Laut Informationen des tschechischen Skiverbands wird sie in der Unfallklinik Murnau behandelt, wo eine Operation zur Reduzierung einer Gehirnschwellung durchgeführt wurde. Der Zustand von Nova bleibt kritisch, und die medizinischen Fachkräfte untersuchen sie eingehend in einem Krankenhaus in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen sueddeutsche.de berichtet, dass ….
Der Unfall überschattete ein Wochenende, an dem in Garmisch-Partenkirchen die letzten Speed-Rennen der Frauen vor der bevorstehenden Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm stattfanden. Am Samstag siegte die Italienerin Federica Brignone in der Abfahrt, während das Rennen zwischenzeitlich unterbrochen werden musste, nachdem die Österreicherin Nina Ortlieb gestürzt war. Ortlieb wurde mit einem Rettungsschlitten ins Tal gebracht, wo eine Untersuchung ergab, dass sie sich einen Unterschenkelbruch zugezogen hatte.
Kritische Gesundheitslage und Sicherheitsaspekte im Leistungssport
Die Vorfälle werfen erneut ein Schlaglicht auf die Sicherheitsrisiken im alpinen Skisport, wo Kopfverletzungen und deren Folgen häufig vorkommen. Studien zeigen, dass sportbezogene Kopfverletzungen eine ernsthafte Bedrohung für Athleten darstellen. Insbesondere traumatische Gehirnverletzungen, die im sportlichen Kontext auftreten, sind kritisch zu betrachten. Oft erfolgen missverständliche Nomenklaturen und Bewertungen, was die Diagnose erschwert. Die Abgrenzung zwischen mild traumatic brain injury (mTBI) und sports-related concussion (SRC) ist von zentraler Bedeutung für die angemessene medizinische Handhabung zeitschrift-sportmedizin.de führt aus, dass ….
Die neurologischen und psychologischen Folgen von SRC können weitreichend sein, oft ohne klar definiertes Behandlungskonzept. Wiederholte Kopfverletzungen erhöhen das Risiko für depressive Erkrankungen und beeinträchtigen die Lebensqualität nach der Sportkarriere. Dies könnte auch für Nova relevant werden, sollte sie nach ihrer Genesung ins Wettkampfgeschehen zurückkehren wollen.
Forderungen nach umfassender Vorsorge und Rehabilitation
Angesichts des Risikos von Kopfverletzungen im Leistungssport wird eine umfassende Vorsorge und Nachbehandlung gefordert. Die Implementierung psychiatrischer und psychotherapeutischer Interventionen sollte in die Rehabilitationsstrategien integriert werden. Dies ist besonders wichtig, nachdem nachgewiesen wurde, dass Athleten mit einer Vorgeschichte von psychischen Erkrankungen und Kopfverletzungen anfälliger für nachhaltige Probleme sind. Die Entwicklung von Präventionsmaßnahmen, darunter Regeländerungen und verstärkte Aufklärung, ist unerlässlich, um das Risiko für Athleten wie Tereza Nova zu minimieren, während sie ihre sportlichen Träume verfolgen.