Die österreichische Skisprung-Star Sara Marita Kramer hat ihre Saison aufgrund einer hartnäckigen Gürtelrose vorzeitig beendet. Diese Erkrankung, die sie seit Januar plagt, hat ihren Trainingsrhythmus erheblich beeinträchtigt. Kramer, die erst 23 Jahre alt ist, hat in ihrer Karriere bereits 15 Weltcup-Siege erzielt und wurde als Gesamtweltcup-Siegerin gefeiert. Leider war ihr letztes Jahr von durchwachsenen Wettkampfergebnissen geprägt, mit einem 31. Platz bei der Qualifikation des Neujahrsspringens in Oberstdorf und einem 24. Platz in Garmisch-Partenkirchen. Ihr bestes Saisonergebnis erzielte sie im November in Lillehammer, wo sie den 16. Platz belegte. Diese Herausforderungen und der Umstand, dass ihr letzter Weltcup-Sieg über drei Jahre zurückliegt, haben Kramers Entscheidung beeinflusst, sich nun auf ihre Gesundheit zu konzentrieren. Merkur berichtet, dass sie nicht an den bevorstehenden Raw Air Wettbewerben in Oslo und Vikersund teilnehmen wird. Stattdessen werden Lisa Eder, Julia Mühlbacher, Jacqueline Seifriedsberger und Eva Pinkelnig das österreichische Team vertreten.
Gürtelrose, auch bekannt als Herpes zoster, ist eine Vorstufe von Windpocken, bei der sich die Varizella-Zoster-Viren, die im Körper verbleiben, reaktivieren. Laut guerterose-infektion.de können etwa 30% der Erkrankungen mit Komplikationen und Spätfolgen einhergehen. Typische Symptome umfassen einen charakteristischen Ausschlag sowie Pusteln und Rötungen. Es besteht das Risiko schwerer Folgeerkrankungen, wie Zoster oticus, der Hörnerv betroffen ist, und Zoster ophthalmicus, bei dem der Sehnerv betroffen sein kann. Schmerzhafte Komplikationen wie die postherpetische Neuralgie können ebenfalls auftreten, während in schweren Fällen innere Organe betroffen sein können.
Fokus auf Genesung
Für Sara Marita Kramer hat die Gesundheit oberste Priorität. Ihr Rückzug aus dem Wettkampfgeschehen kommt zur rechten Zeit, um sich einer vollständigen Genesung zu widmen. Ihre Abwesenheit von den Raw Air Wettbewerben fällt in eine Phase, in der viele Athleten aufgrund anspruchsvoller Bedingungen herausgefordert werden. Der österreichische Skisprungsport muss sich nun auch mit der abrupten Saisonpause von Ski-Star Tamara Tippler auseinandersetzen.
Während die Saison der Frauen am 21. März in Lahti endet, werden die Männer erst am 30. März in Planica ihr Finale erreichen. In dieser kritischen Zeit ist der Fokus klar auf die Genesung von Kramer gerichtet, was zeigt, wie wichtig das Wohlbefinden über den Wettkampfsport hinaus ist.