Eine bemerkenswerte internationale Begegnung findet in diesen Tagen in Diepholz statt. 30 junge Franzosen aus der Partnerstadt Thouars sind zu Besuch in der niedersächsischen Stadt. Wie Kreiszeitung berichtet, besteht die Gruppe aus Schülerinnen und Schülern des Lycée „Jean Moulin“ sowie begleitenden Lehrkräften. Der Empfang der französischen Gäste fand im Diepholzer Rathaus statt, wo Bürgermeister Florian Marré seine Stadt vorstellte und über deren positive Entwicklungen sprach.

In seiner Rede betonte Marré das Wachstum der Einwohnerzahl sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Auch die Umgestaltung der Fußgängerzone und die Entwicklung der Pädagogischen Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) fanden Erwähnung. Des Weiteren informierte er über die Pläne für den „Park der Generationen“ im Müntepark.

Ein reichhaltiges Besuchsprogramm

Das Besuchsprogramm, das über mehrere Tage läuft, bietet den Schülerinnen und Schülern abwechslungsreiche Aktivitäten. Die Ankunft der Reisegruppe erfolgte am Freitag, gefolgt von einem Wochenende, in dem die Gäste in Gastfamilien untergebracht waren. Besondere Highlights sind ein Ausflug nach Bremerhaven am Dienstag sowie ein späterer Besuch in Osnabrück am Donnerstag. Am Mittwoch dürfen die jungen Franzosen den Unterricht an der Graf-Friedrich-Schule (GFS) kennenlernen. Letztlich kehren sie am Freitag wieder nach Thouars zurück.

Die Schüler und Schülerinnen aus Diepholz, die die Gäste aufnehmen, profitieren ebenfalls von diesem Austausch. Bereits seit 1996 besteht die „Global Classroom Partnership“, die das Ziel verfolgt, Schülerinnen und Schüler durch gemeinsames Lernen zu ermutigen, lokal zu lernen und global zu denken. Die GFS spielt dabei eine zentrale Rolle in diesem internationalen Netzwerk.

Interkulturelle Kontakte stärken

Interkulturelle Kontakte sind ein wesentlicher Bestandteil der Schulpartnerschaft. Neben Frankreich ist die GFS auch mit Schulen aus der Tschechischen Republik, Schweden, den Shetland-Inseln, New Jersey, Südafrika, Spanien und Australien verbunden. Die Schüler haben hier die Möglichkeit, Ideen sowie deren mediale und praktische Umsetzung im Rahmen von Projekten zu entwickeln, was während der Corona-Pandemie durch digitale Konferenzen verstärkt wurde.

Schulpartnerschaften, wie sie auch in Bayern gefördert werden, sind oft der Grundstein für langfristige Beziehungen zwischen Schulen in verschiedenen Ländern. km.bayern.de erläutert, dass solche Partnerschaften nicht nur die Verständigung auf länderübergreifender Ebene stärken, sondern auch persönliche Kontakte und Freundschaften zwischen den Beteiligten schaffen.

Diese derzeitige Begegnung in Diepholz zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll der Austausch für alle Beteiligten ist und unterstreicht die Bedeutung von Schulpartnerschaften für die interkulturelle Verständigung und das persönliche Wachstum der Schüler.