Am 23. Februar 2025 findet die Bundestagswahl statt, bei der die Wählerinnen und Wähler im Wahlkreis Erlangen ihre Direktkandidatinnen und -kandidaten wählen können. In diesem Zusammenhang organisierte der Verein funklust e.V. eine Podiumsdiskussion, um den Bürgerinnen und Bürgern die Wahlentscheidung zu erleichtern. Insgesamt sechs Direktkandidaten stellten sich den Fragen des Publikums und diskutierten ihre politischen Ansätze. Unter den Kandidierenden waren Martina Stamm-Fibich (SPD), Dr. Konrad Körner (CSU), Paulus Guter (Bündnis 90/Die Grünen), Leif Erik Persson (FDP), Lukas Eitel (Die Linke) und Axel Rogner (Freie Wähler) vertreten. Die Diskussion wurde von Jolanda Petersen und Janno Reincke moderiert und fand reges Interesse bei den Anwesenden, wie fau.de berichtet.
Umfangreiche Vorbereitungen waren notwendig, um die Podiumsdiskussion zu realisieren. Die technische Leitung oblag Felix Leipnitz, während das Team um Lisa-Marie Guja für die Regie und den Schnitt verantwortlich war. Zahlreiche Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass die Veranstaltung reibungslos ablief, von der Aufnahmeleitung bis zur Webredaktion, die sich um die Online-Präsenz kümmerte.
Wahlprogramm und Parteianalysen
In der bevorstehenden Wahl stehen insgesamt 29 Parteien im Wettkampf, wobei viele Wählerinnen und Wähler noch unentschlossen sind. Es wird mit kurzfristigen Entscheidungen in den letzten Tagen des Wahlkampfs gerechnet. Die Wahlkampfaktivitäten konzentrieren sich auf soziale Medien, Wahlkampfstände und öffentliche Diskussionen. Die Wahlprogramme der Parteien unterscheiden sich erheblich in der Länge. Beispielsweise umfasst das Programm der AfD 177 Seiten, während das der Grünen vorläufig 126 Seiten zählt. Für die Bürger ist die Analyse der offiziellen Wahlprogramme unverzichtbar, um informierte Entscheidungen zu treffen, wie tagesschau.de berichtet.
Die Wahlprogramme der Parteien beinhalten verschiedene Schwerpunkte, die von Familienpolitik über Wirtschaftspolitik bis hin zu Klimaschutz und sozialer Sicherheit reichen. Die SPD setzt sich mit ihrem Slogan „Mehr für dich. Besser für Deutschland“ für sozialpolitische Vorhaben ein. Im Gegensatz dazu richtet die CDU/CSU ihren Fokus auf innere Sicherheit mit ihrem Programm „Politikwechsel für Deutschland“.
Einladung und Auswahl der Kandidaten
Von den insgesamt eingereichten Wahlbewerbungen wurde hingegen der BSW kein Direktkandidat für Erlangen aufgestellt. Einladungen an Jürgen Purzner von der Piratenpartei und Verena Röckelein von Volt wurden abgelehnt, da diese Parteien keine parlamentarische Vertretung in Erlangen besitzen. Ebenso wurde die AfD nicht zur Diskussion eingeladen, da bis zum Stichtag keine Direktkandidatur bekannt war. Fällt jedoch die Entscheidung auf Robert Aust, der mittlerweile für die AfD kandidiert, könnte dies der Anteilnahme an der Diskussion neue Dynamik verleihen.
Die Podiumsdiskussion und die bevorstehenden Wahlveranstaltungen sind wichtige Gelegenheiten für die Wähler, sich über die politischen Programme und Argumente der Kandidierenden zu informieren und ihre Stimme abzugeben, wenn am 23. Februar 2025 die Wahlurnen geöffnet werden.