Die Grundschule in Pliening steht vor erheblichen Herausforderungen, die die dringend benötigte Sanierung betreffen. Bereits im Jahr 2021 wurde beschlossen, grundlegende Sanierungsarbeiten durchzuführen. Allerdings gab es seither zahlreiche Verzögerungen durch andere Großprojekte, Personalmangel und die Pandemie, die die Fortschritte und Diskussionen über einen möglichen Anbau oder Neubau der Schule maßgeblich beeinflusst haben, wie Merkur berichtet.

Die Situation hat sich verschärft, da neuer Handlungsbedarf besteht, insbesondere aufgrund aktualisierter Schulkonzepte wie Ganztagsbetrieb und Nachmittagsbetreuung. Ein Brandschaden, der sich im Juni 2024 ereignete, hat den Zeitplan weiter durcheinandergebracht. In der Nacht vom 15. Juni 2024 geriet ein Anbau der Schule in Flammen. Dank des raschen Eingreifens der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf das Hauptgebäude verhindert werden, wie die KBI Ebersberg berichtet. Die Brandursache bleibt bis heute unbekannt.

Ein komplexer Rückbau

Im Zuge der Sanierung sind mittlerweile auch asbesthaltige Materialien entdeckt worden. Der Rückbau dieser Materialien muss unter besonderen Schutzvorkehrungen durch Fachfirmen erfolgen. Laut den Berichten ist der Rückbau und die Verlegung von Versorgungsleitungen kompliziert, aber machbar. Der ursprünglich geplante Zeitplan für den Abbruch während der Faschingsferien konnte nicht eingehalten werden. Bürgermeister Roland Frick hat die Lage als „mittlere Katastrophe“ beschrieben. Nun sollen die Abbrucharbeiten in den Osterferien stattfinden.

Die CSU-Fraktion hat in diesem Zusammenhang eine Grundlagenermittlung und Aktualisierung der Machbarkeitsstudie von 2021 beantragt. Nach dieser Grundlagenermittlung wird der Gemeinderat erneut beraten, ob eine Sanierung, ein Solitärbau oder ein Neubau der Grundschule in Frage kommt. Bislang gibt es jedoch keine klaren Aussagen zur zeitlichen Planung, und Gemeinderat Ludwig Huber kritisiert die unklaren Förderkonditionen.

Finanzierung und Fördermittel

Die finanziellen Auswirkungen auf die Gemeinde sind bislang unklar. Der Schulträger ist für den Bau und die Sanierung zuständig, während das Land Förderprogramme zur Unterstützung der Schulbauprojekte anbietet. Informationen zu diesen Förderprogrammen sind auf der Seite des Bildungsservers verfügbar, der auch einen Überblick über die Richtlinien für Schulbau in den verschiedenen Bundesländern gibt, so Bildungsserver.

Die Grundschule Pliening benötigt dringend eine Lösung für die anstehenden Herausforderungen. Die Situation bleibt angespannt, während die Verantwortlichen um eine Klärung von Fördermitteln und einem klaren Sanierungsplan bemüht sind.