Max Eberl, der von Dezember 2022 bis September 2023 als Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig tätig war, sorgt nach seinem Ausscheiden weiterhin für Diskussionen im deutschen Fußball. Nach dem beeindruckenden 5:0-Sieg des FC Bayern gegen die TSG Hoffenheim äußerte sich Eberl zu Oliver Mintzlaff, dem Aufsichtsratschef von RB Leipzig, der bei der Vorstellung von Jürgen Klopp angemerkt hatte, das einzige Gute, das Eberl hinterlassen habe, sei ein Padel-Tennis-Platz. In seiner Antwort wies Eberl darauf hin, dass er auch die Vertragsverlängerung mit Dani Olmo erreicht habe, der später für stolze 55 Millionen Euro an den FC Barcelona verkauft wurde.
Eberl bot Mintzlaff zudem an, über Spieler wie Openda, Baumgartner, Lukeba und Xavi Simons zu sprechen, sollte der Aufsichtsratschef diese Spieler nicht gut sehen. Seine Entlassung in Leipzig wurde offiziell mit einem „Mangel an Commitment“ zum Klub begründet, unabhängig von den tatsächlichen sportlichen Ergebnissen. Mintzlaff bezeichnete die Anstellung Eberls rückblickend sogar als „Fehler“.
Eberls Zeit bei RB Leipzig
Eberls weniger als zehnmonatige Amtszeit endete überraschend, und Trainer Marco Rose zeigte sich über die Entscheidung verwundert. Die beiden hatten eine vertrauensvolle Beziehung, und Rose lobte Eberls Fachwissen sowie seinen Beitrag während der Sommertransferperiode. Eberls Entlassung fiel in eine Phase, in der im Verein Frustration über seine häufigen Aufenthalte in München aufkam, da er oft in der Diskussion um einen möglichen Wechsel zu Bayern München gesehen wurde. Dies trug zu dem Eindruck bei, dass ihm die Bindung an Leipzig fehle.
Mintzlaff stellte klar, dass das Verhältnis zu Eberl „überhaupt nicht reparabel“ sei, was die Entscheidung zur Entlassung weiter unterstrich. Trotz der negativen Wendung zeigt ein Bericht von Kicker, dass die Führungsetage von RB Leipzig der Auffassung ist, Eberls Abgang gefährde nicht die sportliche Entwicklung des Klubs, sondern sei vielmehr ein Zeichen von Stärke.
Aktuelle Herausforderungen und Ausblick
Zum Zeitpunkt von Eberls Abgang hatte RB Leipzig seine letzten fünf Liga-Auswärtsspiele verloren, was die Stimmung im Team weiter belastete. Kapitän Willi Orban bezeichnete die Gelb-Roten Karten für die Spieler Benjamin Sesko und Loïs Openda als „brutal bitter“, da beide im nächsten Spiel gegen den VfL Bochum fehlen werden. Marco Rose kündigte an, dass das Team beim kommenden Spiel unbedingt den Sieg erzielen wolle.
Die Mannschaft hatte zuvor eine Führung im Spiel gegen Stuttgart verspielt, welches mit 1:2 verloren ging. Eberl selbst sieht RB Leipzig unter dem Red-Bull-Konzern und mit Klopp als ernsthaften Herausforderer im deutschen Fußball, merkt jedoch an, dass Klopp kein „Messias“ ist und nicht alle Red-Bull-Vereine zu Meistertiteln führen können.
In Anbetracht der aktuellen Situation wird Rouven Schröder vorübergehend als neuer Sportdirektor fungieren. Eberls Zukunft bleibt ungewiss, jedoch plant Leipzig, von jedem Klub, der an einer Zukunft mit Eberl interessiert ist, eine Entschädigung zu verlangen. Bislang gibt es jedoch keine Kontaktaufnahme bezüglich seiner weiteren beruflichen Laufbahn.
Der FC Bayern, dessen Ehrenpräsident Uli Hoeness über die Entlassung Eberls überrascht war, stellte klar, dass es keine Vereinbarung zwischen Bayern und Eberl für eine Position bei den Münchenern gibt. Die Rivalität zwischen den beiden Klubs könnte somit in den kommenden Wochen und Monaten weitere spannende Aspekte sowohl auf als auch neben dem Platz bereithalten.
Für ausführliche Informationen zu Eberls Rolle bei RB Leipzig und seiner Relevanz im deutschen Fußball, sowie die aktuelle Entwicklung im Verein, verweisen wir auf die Artikel von Welt und DW.