BayernKriminalität und Justiz

Blitzmarathon in Bayern: Hier wird geblitzt!

Blitzmarathon in München und Bayern: Wo Sie besonders aufpassen sollten

Am 19. April startet der europaweite „Speedmarathon“, bei dem Autofahrer 24 Stunden lang im Blickfeld der Polizei stehen. In Bayern beteiligt sich das Innenministerium am „Blitzmarathon“, der am 19. April ab 6 Uhr beginnt und bis zum 20. April um 6 Uhr dauern soll. Etwa 2000 Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung werden an rund 1500 potenziellen Messstellen die Geschwindigkeit überwachen. Das bayerische Innenministerium hat eine Tabelle und eine interaktive Karte online veröffentlicht, um die Standorte der Messstellen für den „Blitzmarathon“ transparent zu machen.

Die Tabelle zeigt eine Vielzahl von Standorten in Bayern, an denen Blitzer positioniert werden. In München sind Sträßchen wie Karl-Theodor-Straße, Leopoldstraße, und Sternstraße unter anderem im Fokus. Die Geschwindigkeiten liegen hier meist zwischen 30 und 50 km/h. Auch temporäre Geschwindigkeitsbeschränkungen von 30/50 km/h sind auf bestimmten Streckenabschnitten festgelegt. In anderen Teilen Bayerns, wie beispielsweise im Landkreis Mühldorf oder Landsberg am Lech, werden ebenfalls Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

Nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, soll der „Blitzmarathon“ dazu dienen, das Bewusstsein für die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr zu schärfen. Im vergangenen Jahr starben in Bayern 125 Personen bei Unfällen, die auf zu schnelles Fahren zurückzuführen waren. Herrmann betont, dass solche Tragödien durch die Einhaltung der Tempolimits vermeidbar wären. Neben der Abschreckung von Fehlverhalten, gehe es der Polizei nicht darum, viele Bußgelder zu verhängen.

Zusätzlich zu den Informationen über den bevorstehenden „Blitzmarathon“ wurden auch die Strafen für Geschwindigkeitsverstöße in Bayern aktualisiert. Bereits geringe Überschreitungen der erlaubten Geschwindigkeit können hohe Bußgelder von bis zu 800 Euro, Punkte in Flensburg und Fahrverbote nach sich ziehen. Im letzten Jahr wurden bei einem ähnlichen Marathon in Bayern über 8.500 Geschwindigkeitssünder erwischt, darunter ein Fahrer, der mit 155 km/h anstelle der erlaubten 60 km/h auf einer Staatsstraße bei Freising unterwegs war.

Lebt in Rügen und ist seit vielen Jahren freier Redakteur für Tageszeitungen und Magazine im DACH-Raum.
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