Im malerischen bayrischen Landkreis Berchtesgadener Land erhebt sich der Röthbachfall, mit einer beeindruckenden Fallhöhe von 470 Metern der höchste Wasserfall Deutschlands. Dieser eindrucksvolle Wasserfall entspringt dem Röthbach in den Berchtesgadener Alpen und ist von unberührter Natur umgeben, die zum Nationalpark Berchtesgaden gehört. Die Erreichbarkeit des Röthbachfalls gestaltet sich allerdings komplex, was einen Massentourismus effektiv verhindert, wie die Ostsee Zeitung berichtet.

Für Naturliebhaber und Wanderer gibt es jedoch mehrere Möglichkeiten, diesen faszinierenden Ort zu erreichen. Eine Wanderung von etwa drei Kilometern startet am Königssee, wo die Anreise mit einem Boot zur Alpengaststätte Saletalm erfolgt. Von dort aus dauert der Weg zum Wasserfall ungefähr eine Stunde. Besonders für erfahrene Wanderer bietet sich eine anspruchsvolle 19 Kilometer lange Tour ab St. Bartholomä an, die mit einer geschätzten Dauer von sechs Stunden und 15 Minuten herausfordernd ist.

Wandererlebnis und Naturschutz

Die Wanderung zum Röthbachfall erfordert festes Schuhwerk, Trittsicherheit und alpine Erfahrung, insbesondere bei der längeren Route. Für alle, die weniger Aufwand in Kauf nehmen möchten, ist der Zugang zum Wasserfall von der Bootshaltestelle Salet aus ebenfalls möglich, wobei man dabei die Fischunkelalm passiert. Während der Frühjahrsschmelze führt der Wasserfall besonders viel Wasser, während im Herbst die Wassermenge abnimmt, da sie im anmoorigen Almboden der Fischunkel versickert. Diese versickerten Wassermengen speisen unterirdisch den Obersee, erläutert auch die Komoot.

Das Wandern im Nationalpark Berchtesgaden, der über 260 Kilometer an Wanderwegen und alpinen Steigen verfügt, erfordert eine sorgfältige Planung. Wanderrouten sind nach Schwierigkeitsgraden kategorisiert und reichen von barrierefrei bis schwer. Für die Planung sind Kartenmaterial und Sicherheitsinformationen in der Natur von großer Bedeutung. Zu empfehlen ist, dass Wanderer ihre Unternehmungen an ihr persönliches Können sowie die Wetterbedingungen anpassen. Des Weiteren sollten sie ausreichend Trinkwasser, Verpflegung und wetterangepasste Kleidung mitnehmen. Hinweise zur Sicherheit, wie etwa auf ein gutes Schuhwerk zu achten, sind ebenfalls wichtig, um die Schönheit der Natur bewahren zu können. Der Nationalpark gibt zudem klare Regeln für den Naturschutz vor, die unbedingt beachtet werden sollten, berichtet die Website des Nationalparks Berchtesgaden.

Übernachtungsmöglichkeiten und idealer Reisezeitraum

In der Nähe des Röthbachfalls gibt es mehrere Campingplätze, die hervorragende Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Der Campingplatz Grafenlehen in Schönau am Königssee bietet sowohl Komfortstellplätze als auch Standardplätze an, während das Camping-Resort Allweglehen traditionelles Camping mit modernen Annehmlichkeiten verbindet. Die Anreise nach Schönau am Königssee kann sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Vom Parkplatz oder der Bushaltestelle sind es nur fünf bis zehn Minuten bis zum Königssee. In den Sommermonaten und während der Schulferien sind die Campingplätze in der Region jedoch sehr gefragt, weshalb eine frühzeitige Reservierung empfohlen wird. Die Nebensaison in Frühling und Herbst bietet dagegen ruhigere Aufenthalte, perfekt für eine beschauliche Auszeit in der Natur.

Um den Röthbachfall und die Umgebung in vollen Zügen genießen zu können, sollten sich Wanderer gut vorbereiten und die unvergleichliche Schönheit des Berchtesgadener Landes erleben.