Am Samstag, den 4. Januar 2025, ist ein 13-jähriges Mädchen im Berchtesgadener Land in einen gefrorenen See eingebrochen. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Freilassing, als das Mädchen gemeinsam mit zwei Freunden auf die Eisschicht trat und etwa 20 Meter vom Ufer entfernt die tragende Oberfläche nicht mehr halten konnte. Zum Glück konnten Passanten eingreifen und das Mädchen dazu motivieren, sich selbst zurück auf die Eisfläche zu ziehen und an das Ufer zu robben.
Ein Anwohner half dem Mädchen schließlich, das letzte Stück an Land zu gelangen. Trotz des schockierenden Vorfalls überstand die 13-Jährige die Situation frierend, aber unverletzt. Diese Begebenheit erinnert eindringlich an die Gefahren, die beim Betreten von gefrorenen Gewässern bestehen, wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) warnt, denn ein Eiseinbruch kann lebensgefährlich sein und ist besonders häufig bei Kindern zu beobachten, die oft die Gefahren der unzureichenden Tragfähigkeit von Eis unterschätzen.
Gefahren des Eiseinbruchs
Eisflächen wirken häufig stabil, die Realität kann jedoch trügerisch sein. Laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist es entscheidend, dass vor allem Kinder über die Risiken aufgeklärt werden, die beim Betreten von Eisflächen bestehen. Selbst kürzere Aufenthalte auf dem Eis können fatale Folgen haben, wenn sich das Eis bei nicht ausreichender Dicke als brüchig erweist.
Um den Gefahren gezielt zu begegnen, gibt es bestimmte Verhaltensregeln für den Umgang mit gefrorenen Gewässern. Dazu gehört eine rasche Selbstrettung, die jedoch angesichts der Kälte und der Einschränkungen durch Unterkühlung schwierig sein kann. Falls jemand einbricht, sollte schnellstmöglich versucht werden, sich flach hinzulegen, um das Gewicht zu verteilen, und sich dann in einer Bauchlage vorsichtig zum Ufer zu bewegen. Bei knisterndem Eis ist es ratsam, den Körper mit ausgebreiteten Armen zu stabilisieren und kontrolliert vor- oder rückwärts in Richtung Ufer zu bewegen.
Die an diesem Tag beobachtete Interaktion zwischen Passanten und dem Mädchen zeigt, wie wichtig die richtige Reaktion und Unterstützung in solchen Notsituationen sein kann. Obschon das Mädchen ohne Verletzungen davonkam, bleibt die Warnung des BRK aufrecht: Betreten Sie keine gefrorenen Gewässer, um schwerwiegende Unfälle zu vermeiden. Prävention und Aufklärung sind essenziell, um das Risiko von Eiseinbrüchen zu minimieren.
Für weitere Informationen zu Eiseinbrüchen und Verhaltensregeln im Ernstfall besuchen Sie die Webseiten der DLRG oder des BRK.
Ein Vorfall wie dieser verdeutlicht die Wichtigkeit der Aufklärung über die Gefahren und den richtigen Umgang mit gefrorenen Gewässern. Kinder sollten sich stets der Risiken bewusst sein, bevor sie das Eis betreten.