Der FC Bayern München hat im Hinspiel des Achtelfinals der UEFA Champions League gegen Bayer 04 Leverkusen mit 3:0 gewonnen. Die Münchner gehen somit mit einem komfortablen Vorsprung in das Rückspiel in der BayArena. Bayer Leverkusen steht vor der Herausforderung, mindestens drei Tore aufzuholen, um ins Viertelfinale einzuziehen. Ein Sieg oder Unentschieden würde für Bayern genügen, um das Weiterkommen zu sichern. Selbst bei einer Niederlage würden die Bayern weiterhin im Wettbewerb bleiben, sofern die Tordifferenz weniger als drei Tore beträgt, was die Ausgangslage für Leverkusen stark erschwert.

Bayer Leverkusen hat in dieser Saison jedoch bereits hohe Siege feiern können. Nennenswerte Resultate sind der 4:0-Sieg gegen Feyenoord und der 5:0-Erfolg über RB Salzburg. Um die Ausgangslage noch zu ihren Gunsten zu verändern, benötigen sie eine monumentale Leistung im Rückspiel. In der Vergangenheit hat Bayern in 27 K.o.-Spielen ein 3:0 aus dem Hinspiel nie verspielt, was die Statistiken zusätzlich gegen Leverkusen sprechen lässt. Nur drei Teams in der Geschichte der Champions League schafften es, ein solches Ergebnis im Rückspiel zu drehen: Der AC Milan im Jahr 2004, Paris Saint-Germain 2017 sowie der FC Barcelona in den Jahren 2018 und 2019. Dies verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Leverkusen nun steht.

Änderungen im Wettbewerb

Besonders relevant ist die Abschaffung der Auswärtstorregel, die seit der Saison 2021/22 nicht mehr zur Anwendung kommt. Diese Regel hätte in der Vergangenheit das Weiterkommen eines Teams bei Torgleichheit nach Hin- und Rückspiel erheblich beeinflusst, indem die Anzahl der auswärts erzielten Tore als entscheidend galt. UEFA-Präsident Aleksander Čeferin äußerte Bedenken zur Fairness dieser Regel, die von Trainern, Verantwortlichen und Fans immer wieder in Frage gestellt wurde. Die ursprüngliche Regel sah vor, dass bei Gleichstand nach beiden Spielen die Anzahl der Auswärtstore den Ausschlag gab, gefolgt von Verlängerung und gegebenenfalls Elfmeterschießen, falls die Torausbeute gleich war.

Mit der neuen Regelung zählt bei Unentschieden nach der Gesamtanzahl der Tore allein die Torausbeute. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Gewinnt Team A das Heimspiel 1:0, verliert jedoch im Rückspiel 1:2, wird in die Verlängerung oder ins Elfmeterschießen entschieden, anstatt dass Team A aufgrund eines „goldenen“ Auswärtstores weiterkommt. Diese Änderung soll die Wettbewerbsbedingungen angleichen und den Heimvorteil ausgleichen, der sich seit den 1970er Jahren immer mehr angeglichen hat. Die UEFA stellt fest, dass Verbesserungen in den Faktoren wie Platzqualität und die Reisestrapazen zu einem geringeren Einfluss des Heimvorteils geführt haben.

Bayer Leverkusen steht nun vor der Herausforderung, die neue Regel zu meistern und die Münchner im Rückspiel zu besiegen, während Bayern sich auf die bisherige Dominanz und die Statistiken stützen kann. Die Spannung im Rückspiel bleibt angesichts der neuen Wettbewerbsbedingungen und der historisch geringen Wahrscheinlichkeit, ein 3:0 aus dem Hinspiel zu drehen, hoch.

Quellen

Referenz 1
www.tz.de
Referenz 3
www.kicker.de
Quellen gesamt
Web: 11Social: 65Foren: 98