FC Bayern München befindet sich derzeit in intensiven Vertragsverhandlungen mit seinem Vize-Kapitän Joshua Kimmich. Laut pnp.de äußerte sich Sportdirektor Christoph Freund bei einer Pressekonferenz, dass es zwar noch keine offizielle Bestätigung für eine Vertragsverlängerung gibt, jedoch alle Parteien in gutem Austausch stehen. Die Gespräche verlaufen offen und korrekt, und Medienberichten zufolge haben Bayern und Kimmich bereits eine Einigung über eine Vertragsverlängerung bis ins Jahr 2029 erzielt.

Kimmich selbst zeigte nach einem Champions-League-Spiel großes Interesse an einem Verbleib in München und kündigte an, vor der Länderspielpause eine Entscheidung zu treffen. Ein wichtiger Faktor in diesem Prozess ist, dass alle Entscheidungen mit hohem Finanzvolumen die Genehmigung des Aufsichtsrats benötigen, dem prominente Mitglieder wie Herbert Hainer, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge angehören. Besonders erwähnenswert ist, dass der Aufsichtsrat zuvor ein Vertragsangebot an Kimmich zurückgezogen hatte.

Verhandlungsstand und Perspektiven

Die Verhandlungen sind laut 90min.de bereits weit fortgeschritten. Ein neuer Vertrag könnte in den kommenden Tagen finalisiert werden; es müssen lediglich noch letzte Details geklärt werden. Dabei wird von einer Vertragsverlängerung bis 2028 ausgegangen. Kimmich, der als Führungsspieler geschätzt wird, hat große Bedeutung für das Team, besonders nach seiner Rückkehr von einer Verletzung.

Geplant ist, dass Kimmich mit dem neuen Vertrag einer der Topverdiener im Verein bleibt, wobei ein Gehaltsverzicht kein Thema ist. In diesem Kontext wurde der Spieler im Sommer auch als potenzieller Verkaufskandidat gehandelt. Paris Saint-Germain galt als möglicher Interessent, was die Gespräche noch einmal belebt hat. Unter Trainer Vincent Kompany hat Kimmich zudem eine herausragende Saison gespielt und wurde wieder ins Mittelfeld zurückbeordert. Die Entscheidung, ob er langfristig in München bleibt oder ins Ausland wechselt, liegt nun bei ihm.

Rechtliche Aspekte von Spielertransfers

Ein interessantes Detail für die aktuelle Verhandlungsphase sind die arbeitsrechtlichen Schritte, die bei Spielertransfers in der 1. und 2. Bundesliga zu beachten sind. Gemäß Linklaters müssen vor einem Wechsel mehrere Verträge abgeschlossen werden, darunter eine Transfervereinbarung zwischen den Clubs, ein Aufhebungsvertrag zwischen Spieler und aktuellem Club sowie ein neuer Arbeitsvertrag mit dem neuen Club.

Diese Schritte sind für die endgültige Einigung von großer Bedeutung, besonders wenn eine Ausstiegsklausel vorhanden ist, die die Verhandlungen über die Ablösesumme erleichtert. Alle Unterlagen müssen rechtzeitig bei der DFL eingereicht werden, was dem Spieler die Möglichkeit gibt, seine sportliche Zukunft zu gestalten. Angesichts der Komplexität dieser rechtlichen Aspekte und der engen zeitlichen Vorgaben bleibt abzuwarten, wie sich die Verhandlungen um Kimmich entwickeln werden.