Die Frauenmannschaft des FC Bayern München traf im Viertelfinale der UEFA Champions League auf Olympique Lyon und musste sich im Hinspiel mit 0:2 geschlagen geben. Eine herausragende Leistung gab es jedoch von Torhüterin Maria-Luisa Grohs, die einen entscheidenden Elfmeter von Lindsey Heaps vor der Halbzeit parieren konnte. Nach überstandener Krebserkrankung kehrte die 23-Jährige in das Tor der Bayern zurück. Die letzte Woche war emotional geprägt und das Team um Trainer Alexander Straus hatte vor dem Rückspiel am Mittwoch (18:45 Uhr) die Hoffnung auf ein mögliches Weiterkommen.
Die Rückkehr von Grohs ins Tor wird als wichtiger Schritt für die Mannschaft betrachtet. Trainer Alexander Straus kündigte an, eine Doppellösung im Tor mit sowohl Grohs als auch Ena Mahmutovic in Betracht zu ziehen. Die Startelf im Spiel gegen Lyon wurde zudem auf mehreren Positionen verändert, was unter anderem auf medizinische Gründe zurückzuführen war. Kapitänin Glódís Viggósdóttir war angeschlagen und Sydney Lohmann erhielt eine wohlverdiente Pause.
Die Herausforderungen der Heilung
Maria-Luisa Grohs‘ Rückkehr zur Mannschaft erfolgte nach einer schweren Zeit, in der sie mit einer Krebserkrankung kämpfen musste. Der FC Bayern München gab kürzlich eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit Grohs bis Sommer 2026 bekannt. Diese Unterstützung des Vereins und die Zuversicht von Grohs sind beruhigend. In einer Videobotschaft an die Fans erklärte sie, dass die Erkrankung eine unerwartete Herausforderung sei, jedoch fühlt sie sich mit der Unterstützung um sie herum zuversichtlich.
Der Vorstand des FC Bayern, vertreten durch Max Eberl und Präsident Herbert Hainer, betonte die Bedeutung der Gesundheit und versicherte Grohs, dass der Verein hinter ihr steht. Die psychologischen Aspekte, die Grohs im Rahmen ihrer Rehabilitation begleiten, sind nicht zu unterschätzen. Herausforderungen wie Zeitdruck und Rückschläge können während des Heilungsprozesses emotional belastend sein. Wie die Die Sportpsychologen anmerken, spielen sportpsychologische Methoden eine wesentliche Rolle, um Athleten dabei zu unterstützen, aktiv zu bleiben und mit ihren Ängsten umzugehen.
Der Blick nach vorn
Obwohl das Hinspiel gegen Lyon nicht den gewünschten Erfolg brachte, bleibt Grohs optimistisch. Der FC Bayern hatte in der Vergangenheit bewiesen, dass sie Herausforderungen überwinden können, wie das jüngste Unentschieden nach einem 0:2-Rückstand gegen Freiburg zeigt. Diese resiliente Haltung wird auch Grohs helfen, ihre Ziele in der Rehabilitation zu erreichen, die sowohl kurzfristige als auch langfristige Perspektiven umfassen.
Der kommende Mittwoch wird für Grohs und das gesamte Team entscheidend sein. Mit ihrer Rückkehr ins Tor und dem unerschütterlichen Rückhalt des Vereins hat die Bayern-Frauenmannschaft die Möglichkeit, sich für die nächste Runde der Champions League zu qualifizieren. Grohs‘ mentale Stärke wird dabei von größter Bedeutung sein, um die Herausforderungen, die der Fußball mit sich bringt, zu meistern. Ihr Ziel ist es, das Team nicht nur verletzungsfrei, sondern auch zielfokussiert auf den Weg zum Erfolg in dieser wichtigen Phase der Saison zu bringen.