In einer dramatischen Nachtaktion hat die Bundespolizei am Grenzübergang Pfronten-Steinach und am Füssener Grenztunnel insgesamt 14 chinesische Migranten aufgegriffen. Ein 24-jähriger Fahrer, der bereits polizeibekannt ist, wurde verhaftet. Er steht unter dem Verdacht des lebensgefährlichen und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern. Der Fahrer hatte mit seinem italienischen Mietwagen mehr Personen befördert, als erlaubt – im Fahrzeug befanden sich zehn zusätzliche Migranten, die nicht einmal die notwendigen Reisedokumente vorweisen konnten.

Die Bundespolizei nahm die Sache ernst: Alle sechs Frauen, Männer und Teenager erhielten Anzeigen wegen versuchter unerlaubter Einreise. Am Sonntag wurden im Kemptener Hauptbahnhof vier Flüchtlinge identifiziert, darunter ein Ehepaar mit ihrer 14-jährigen Tochter. Der Vater musste 600 Euro Sicherheitsleistung hinterlegen, bevor die Familie an die Zentrale Ausländerbehörde Schwaben in Augsburg weitergeleitet wurde. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um die Hintergründe dieses gefährlichen Schleuserfalls zu klären.