Am heutigen Tag, dem 3. Februar 2025, wurde in Solnhofen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein schwer verletzter Mann entdeckt, der in einer Flüchtlingsunterkunft um Hilfe rief. Der Vorfall ereignete sich am Montagvormittag gegen 11:30 Uhr, als der Unbekannte an ein Fenster klopfte und um Unterstützung bat. Als die Bewohner ihn einließen, stellten sie fest, dass er schwerste Brandverletzungen aufwies und in den Räumen der Unterkunft zusammenbrach. Rettungskräfte brachten ihn daraufhin in eine Klinik, wo weitere Untersuchungen durchgeführt werden sollen.
Die pnp.de berichtet, dass erste Ermittlungen der Polizei bisher keine Hinweise auf Fremdeinwirkung ergeben haben. Es wird vermutet, dass ein Feuer im Außenbereich der Einrichtung ausgebrochen sein könnte. Auffällig ist, dass der verletzte Mann bisher nicht als Bewohner der Einrichtung identifiziert wurde, wodurch die Umstände seines Aufenthaltes unklar bleiben.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Kriminalpolizei Ansbach hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach möglichen Zeugen. Diese werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0911 2112 – 3333 zu melden. Der aktuelle Stand der Ermittlungen zeigt, dass die Identität des Mannes bislang nicht festgestellt werden konnte.
Ein widerkehrendes Problem bei der Unterbringung von Flüchtlingen ist die Brandgefahr in improvisierten Einrichtungen. dgwz.de weist darauf hin, dass bei der Nutzungsänderung von Gebäuden, insbesondere für Flüchtlingsunterkünfte, Brandschutzexperten vor erhöhter Brandgefahr warnen. Diese kleinen Beherbergungen haben oft nicht die nötigen Sicherheitsstandards und sind anfällig für derartige Vorfälle.
Brandschutzmaßnahmen
- Installation einer Brandmeldeanlage nach DIN 14675, Schutzkategorie 3.
- Rauchmelder in allen Beherbergungsräumen.
- Notbeleuchtung in Hallenunterkünften.
- Brandschutztüren der Klasse T30RS für Treppenhäuser.
Die Forderung des Deutschen Feuerwehrverbandes nach verbesserten Brandschutzmaßnahmen wird angesichts der vorgefallenen Ereignisse erneut laut. Die presseportal.de vermeldet, dass in vielen Flüchtlingsunterkünften aufgrund des hohen Andrangs häufig improvisierte Lösungen eingesetzt werden, die potenziell gefährlich sind. Diese Situation wirft ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit umfassenderer Sicherheitskonzepte in diesen Einrichtungen.