Die Vorfreude auf die Spargelsaison in Bayern steigt, da die ersten Erntezeiten vor der Tür stehen. Mit einem voraussichtlichen Beginn Ende März 2025 rechnen die Spargelbauern, die in der Region rund um Schrobenhausen und anderen Anbaugebieten aktiv sind. Peter Strobl, Geschäftsführer des Spargelerzeugerverbands Südbayern, äußert sich optimistisch und rechnet mit der ersten Spargelernte ab Ende kommender Woche. Am 3. April wird die offizielle Eröffnung der Spargelsaison auf dem Viktualienmarkt in München gefeiert.
Für die optimale Entwicklung der Pflanzen sind jedoch Sonnenstunden und warme Temperaturen unerlässlich. Diese Bedingungen haben großen Einfluss auf die frühzeitige Ernte. Der Anbau von Spargel erfordert zudem viel Vorarbeit: Laut landwirtschaft.de dauert die Bodenvorbereitung für den Spargelanbau zwischen ein und drei Jahren und ist eng mit der Auswahl geeigneter Erdarten, wie leichten, sandigen Böden, verknüpft.
Herausforderungen für die Erzeuger
Die bayerischen Spargelbauern stehen jedoch vor bedeutenden Herausforderungen. Die Rekrutierung von Erntehelfern wird schwieriger, und ein Anstieg des Mindestlohns könnte zu erheblichen Mehrkosten führen. Hinzu kommen steigende Energiekosten und die Befürchtung, dass die Nachfrage aufgrund der Inflation zurückgehen könnte. Petra Högl, Vorsitzende der Erzeugergemeinschaft Abensberger Qualitätsspargel, kündigte bereits den Saisonstart für den 12. April an und zeigt sich besorgt über diese verschiedenen Faktoren.
Obwohl die Anbauflächen in Niederbayern stabil sind, trends allgemein sinken sie aufgrund steigender Kosten und Inflation. Laut pnp.de produziert die Region Oberbayern und Schwaben etwa die Hälfte des gesamten bayerischen Spargels, während weitere bedeutende Anbaugebiete im Gäuboden und in Franken zu finden sind. In diesem Jahr werden in Bayern dennoch hohe Erwartungen an die Ernte gesetzt, auch wenn die Gesamtproduktion aus verschiedenen Gründen unsicher bleibt.
Qualität und Verbrauch
Spargel ist ein beliebtes Frühlingsgemüse, das in Deutschland traditionell ab Ende April erhältlich ist. Die ersten europäischen Spargel kommen bereits Mitte Februar, vor allem aus Spanien und Griechenland. Die frisch geernteten Stangen zeichnen sich durch glänzende, pralle und knackige Oberflächen aus. Zudem sollten sie eine feste Konsistenz besitzen, um maximale Frische zu gewährleisten.
Im Jahr 2022/2023 lag der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bei durchschnittlich 1,4 kg frischem Spargel, und in der Saison wurden etwa 112.000 Tonnen geerntet. Die Qualität steht bei den Bauern im Mittelpunkt: Nach der Ernte muss der Spargel innerhalb von zwei Stunden auf circa zwei Grad Celsius gekühlt werden, um die Frische zu bewahren. Dies sichert nicht nur die Qualität, sondern auch den hohen Genussfaktor, den Liebhaber des Gemüses so schätzen.
In Anbetracht der bevorstehenden Erntezeit und der Herausforderungen, die die Spargelbauern zu bewältigen haben, bleibt abzuwarten, wie sich die Saison 2025 entwickeln wird. Die Hoffnung auf Sonne und Wärme ist groß, um eine erfolgreiche Ernte zu gewährleisten und den Fans dieses beliebten Gemüses, welches sich hervorragend in verschiedenen Gerichten macht, gerecht zu werden.