Am heutigen 5. März 2025 gibt es erfreuliche Neuigkeiten für die Verkehrsinfrastruktur in Untergröningen. Der Spatenstich für die Teilumfahrung der B 19 wird voraussichtlich im vierten Quartal 2025 erfolgen. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat bereits die Genehmigung für den Ersatzneubau zweier Brücken erteilt, wodurch der Verkehrsfluss erheblich entlastet werden soll. Die Ausführungsplanung wird derzeit vorbereitet und eine notwendige europaweite Ausschreibung steht in den Startlöchern, damit das Bauvorhaben zügig umgesetzt werden kann, wie Schwäbische Post berichtet.
Die Regierungspräsidentin Susanne Bay hebt hervor, dass die Umgehungsstraße eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Neugestaltung der Ortsmitte bietet. Die Planung dieser Umgehungsstraße reicht bis ins Jahr 1933 zurück. Um Platz zu schaffen, hat die Gemeinde Abtsgmünd das Gebäude „Haus Kießling“ erworben und abgerissen. Felsabbrüche am Steilhänge über dem Kocherufer erfordern zudem die Anbringung von Steinschlagschutznetzen, wobei der Auftrag hierfür bereits vergeben wurde.
Details zum Bauvorhaben
Die bestehende Brücke am „Gröninger Markt“ wird abgerissen, während die Brücke in der Hallerstraße für Fuß- und Radverkehr erhalten bleibt. Die Bauzeit für die Umgestaltung der B 19 wird auf etwa 2,5 Jahre geschätzt. Bei einem erfolgreichen Baustart im Spätherbst 2025 könnte der Verkehr ab Mitte 2028 um Untergröningen herumgeführt werden, wie es in den Planungen vorgesehen ist. Die neue Bundesstraße wird östlich der Ortsmitte verlaufen und die innerörtlichen Haarnadelkurven umgehen. Die Investition der Bundesrepublik Deutschland für den Neubau der beiden Brücken sowie den Straßendamm beläuft sich auf rund 12,5 Millionen Euro.
Parallel zu diesen Neuigkeiten wird auch die B 19 zwischen Untergröningen und Sulzbach-Laufen saniert. Diese Maßnahme hat bereits am Montag, den 22. Mai 2023, begonnen und wird voraussichtlich bis Freitag, den 1. September 2023, dauern. Die Sanierung erstreckt sich über einen rund 6,4 Kilometer langen Abschnitt, der von Fahrbahnschäden geprägt ist. Hierbei werden die Asphaltdeckschichten erneuert, Risse und Verdrückungen behoben. Außerdem wird der Gehweg zwischen Sulzbach und Laufen zu einem Geh- und Radweg verbreitert, wie Regierungspräsidium Stuttgart berichtet.
- Die Sanierungsarbeiten werden in vier Bauabschnitten durchgeführt:
- Sulzbach (ab K 2635) bis Laufen (Heerberg)
- Laufen (Heerberg) bis Laufen (Ernst-Hölzle-Straße)
- Laufen (Ernst-Hölzle-Straße) bis Laufen (K 2636)
- Laufen (K 2636) bis Untergröningen (In den Herrenwiesen)
Umleitungen für den innerörtlichen Verkehr sind bereits ausgeschildert. Diese umfassen in Fahrtrichtung Aalen eine Umleitung ab Gaildorf über die B 298 nach Gschwend, dann weiter über die L 1080 nach Abtsgmünd. Für die Gegenrichtung wird der Verkehr ab Abtsgmünd über die L 1080 nach Gschwend und dann über die B 298 nach Gaildorf umgeleitet. Während der Vollsperrungen in den Pfingst- und Sommerferien bleibt der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) grundsätzlich erhalten.
Klimaschutz und Infrastrukturplanung
Die Entwicklungen in der Verkehrsinfrastruktur werfen auch Fragen zum Klimaschutz auf. Umweltverbände wie der BUND kritisieren die herkömmlichen Verfahren der Bundesverkehrswegeplanung (BVWP). Sie verlangen eine systematische Überprüfung, um den Ansprüchen an Klima- und Naturschutz gerecht zu werden. Eine Studie hat gezeigt, dass die bisherige Planung nicht an neue gesetzliche Anforderungen angepasst wurde. Kritiker sehen darin eine Gefahr für kommende Generationen, da Straßenbauprojekte, die den Klimazielen entgegenstehen, im Überprüfungsprozess benannt und gestrichen werden sollen, wie auch in der Pressemitteilung des BUND gefordert wird.
Die laufenden Projekte in Untergröningen sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen Verkehrsinfrastruktur, jedoch wird es entscheidend sein, wie die Balance zwischen Verkehrsentwicklung und Umweltschutz gestaltet wird.