Im Donaustadion in Ulm erlebte der 1. FC Köln einen nervenaufreibenden Sonntag, als sie 1:0 gegen den SSV Ulm gewinnen konnten. Der entscheidende Treffer fiel in der 86. Minute durch Luca Waldschmidt, der damit nicht nur seiner Mannschaft drei wichtige Punkte sicherte, sondern auch die Rückkehr an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga markierte. Trotz des Sieges war die Leistung des Kölner Teams, insbesondere im zweiten Durchgang, alles andere als überzeugend.

Die Stimmung im Kabinengang war durch die unbekannte Musik von Kasalla geprägt, während die 17.400 Zuschauer im ausverkauften Stadion ein leidenschaftliches, aber zähes Spiel erlebten. Köln hatte zuvor drei Spiele in Folge nicht gewonnen, was den Druck auf die Mannschaft und Trainer Gerhard Struber erhöhte. Waldschmidt, der bereits in der 27. Minute mit einem Kopfball die erste gefährliche Aktion des Spiels initiierte, zeigte sich erleichtert über den späten Siegtreffer. „Der Druck war enorm“, erklärte er nach dem Spiel. „Wir haben einen hohen Anspruch an uns selbst und müssen in den kommenden Spielen besser auftreten“, fügte er hinzu.

Unzureichende Leistung des 1. FC Köln

Die Kölner hatten im ersten Durchgang zwar das Mittelfeld kontrolliert, ließen jedoch im zweiten Spielabschnitt stark nach. Der SSV Ulm, der sich derzeit in einer kritischen Situation befindet und seit sechs Spielen auf einen Sieg wartet, setzte vor allem durch Stürmer Oliver Batista-Meier Akzente. Dieser traf in der 51. Minute den Pfosten und vergab damit eine große Möglichkeit für die Gastgeber. Auch Semir Telalovic konnte in der 74. Minute eine gute Chance nicht nutzen.

Gerhard Struber reagierte auf die schwache Vorstellung seiner Mannschaft, indem er die Abwehr auf eine Viererkette umstellte. Dennoch wurden die Anhänger des 1. FC Köln zunehmend unzufrieden und forderten bereits die Ablösung des Trainers. Trotz der angespannten Lage bleibt das Team nach dem 25. Spieltag auf einem Aufstiegsplatz, während man sich den sich zuspitzenden Herausforderungen der Liga stellen muss.

Käufer und Trainerwechsel in der Liga

Die Situation des 1. FC Köln steht im Kontext einer sich schnell ändernden 2. Bundesliga, in der der fünfte Trainerwechsel der Saison bevorsteht. Wie Reviersport berichtet, wurde die SpVgg Greuther Fürth, die erst kürzlich Trainer Alexander Zorniger entlassen hatte, erneut ohne Trainer nach einem enttäuschenden Saisonverlauf freigestellt. Interimstrainer Leonhard Haas konnte sich trotz eines Sieges gegen den FC Schalke 04 nicht nachhaltig am Ruder halten.

Die Kölner müssen sich nun auf die verbleibenden neun Partien konzentrieren, um ihre Aufstiegsambitionen zu verwirklichen, während die anhaltende Unruhe rund um die Trainerfrage zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt. Der Sieg gegen Ulm war zwar dringend nötig, doch die kommenden Spiele werden zeigen, ob der 1. FC Köln wirklich das Potenzial hat, die Liga zu dominieren oder ob weitere Anpassungen vonnöten sind.