Das Hauptgebäude des Beruflichen Schulzentrums in Schwäbisch Gmünd steht aufgrund eines maroden Daches vor einer umfassenden Sanierung. Der Kreistag hat sich für die kostspieligste Variante entschieden: ein Gründach, das zwar rund 9,475 Millionen Euro kosten wird – etwa 780.000 Euro mehr als alternative Lösungen –, aber zahlreiche Vorteile bietet. Damit soll nicht nur der gesetzlich geforderte Standard erfüllt werden, sondern auch die Qualität der Lernumgebung verbessert werden.
Zu den positiven Aspekten eines Gründachs zählen ein besserer Regenabfluss, die Schaffung eines verbesserten Mikroklimas sowie konstante und niedrigere Innentemperaturen, die für den Schulbetrieb von Bedeutung sind. Diese Maßnahmen werden durch Weiterentwicklungen in der Planung aufgrund neu gewonnener Erkenntnisse bei der Untersuchung des Gebäudes ergänzt. Der Beschluss des Kreistages erlaubt eine Kostenüberschreitung von maximal 15 Prozent.
Planung und Bauzeiten
Die Stadtverwaltung hat bereits die Verantwortung für die Ausschreibung übernommen. Die Büro SCD Architekten Ingenieure aus Stuttgart wurde mit der Entwurfsplanung und Kostenberechnung beauftragt. Die Bauarbeiten sind voraussichtlich für Oktober 2025 geplant und sollen bis Dezember 2026 abgeschlossen sein.
Bei der Sanierung wird auch ein nachhaltiges Brandschutzkonzept integriert. Dies beinhaltet unter anderem die Ausführung von nicht-öffbaren Lichtkuppeln in Feuerwiderstandsklasse F 30 sowie die Notwendigkeit einer nicht-brennbaren Dämmung gemäß der Versammlungsstättenverordnung. Die Entfernung des alten Daches gestaltet sich aufgrund des enthaltenen Asbests im Originaldachaufbau aufwändig, da die Abbrucharbeiten unter strengen Auflagen erfolgen müssen.
Integration von Photovoltaik
Ein weiterer Schwerpunkt wird auf der Installation einer Photovoltaikanlage liegen, die ab dem 1. Januar 2027 in den Besitz des Landkreises übergeht. Während der Sanierung wird keine Entschädigung an den Betreiber gezahlt. Die Ausrichtung der Solarmodule erfolgt in Richtung Osten und Westen, was voraussichtlich eine Umsatzsteigerung von zehn Prozent an Energie mit sich bringt. Zudem wird ein Stromspeicher angeschafft, um die Nutzung der erzeugten Energie zu optimieren.
Gründächer stellen zudem eine hervorragende Grundlage für die Installation von Photovoltaikanlagen dar. Die Kombination dieser beiden Technologien bietet ökologische Vorteile wie eine verbesserte Wärmedämmung und Luftqualität sowie einen zusätzlichen Lebensraum für Vegetation und Fauna. Die Montage der Solarmodule auf dem Gründach wird durch die Verwendung von Substrat und Kies als Beschwerungselemente unterstützt, was die Integration erheblich erleichtert.
Finanzierung und Fördermöglichkeiten
Für das umfassende Projekt sind im Haushaltsplan 2025 bereits 3,9 Millionen Euro eingeplant, wobei zusätzliche Mittel im Budget für das Jahr 2026 bereitgestellt werden sollen. Der Zuschuss des Landes in Höhe von 2.462.000 Euro ist bereits zugesagt, und ein weiterer Antrag wird eingereicht, sobald die Kostenberechnung vorliegt.
Die umfassende Sanierung und der Einsatz eines Gründachs kombinieren nicht nur ökologische und wirtschaftliche Interessen, sondern tragen auch dazu bei, eine zukunftsfähige Bildungseinrichtung zu schaffen. Dieses Projekt spiegelt die weitreichenden Vorteile wider, die Gründächer und Photovoltaikanlagen bieten können, und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit dar.
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