Am 16. März 2025 gewann Eintracht Frankfurt mit 3:1 gegen den VfL Bochum in einer Partie, die von einem verzögerten Spielbeginn geprägt war. Offiziell sollte die Begegnung um 15:30 Uhr angepfiffen werden, jedoch erfolgte der erste Schiedsrichterpfiff erst um 16:20 Uhr. Diese Verzögerung war das Ergebnis eines Protestes der Frankfurter Ultras, die ein Banner am Zaun angebracht hatten, welches aus Sicherheitsgründen im Ruhrstadion nicht erlaubt ist. Dies ist nicht das erste Mal, dass solche Banner zu Verzögerungen im Spiel führen, was auf ein bestehenden Konflikt zwischen Sicherheitsvorkehrungen und Fanprotesten hinweist.
Die Begegnung hatte insgesamt eine Verspätung von 50 Minuten zur Folge. Während die Diskussionen und Sicherheitsmaßnahmen rund um die Banner zu einer hitzigen Atmosphäre im Gästeblock führten, wurden die Frankfurter Fans mehrfach per Stadiondurchsage aufgefordert, die Banner abzunehmen, was sie zunächst nicht taten. Erst nach 30 Minuten nahmen die Ultras diese ab, sodass nach 40 Minuten die Mannschaften wieder aufs Feld zurückkehren konnten. Bochums Trainer Dieter Hecking äußerte zwar Verständnis für die Fans, betonte jedoch die Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen.
Spielverlauf und Tore
Auf dem Platz dominierte Frankfurt das Geschehen. Rasmus Kristensen eröffnete die Torserie in der 27. Minute, gefolgt von Jean-Mattéo Bahoya, der nur fünf Minuten später das 2:0 erzielte. Bochum ließ sich jedoch nicht unterkriegen, und Gerrit Holtmann verkürzte in der 73. Minute auf 2:1. Frankfurts Torwart Kaua Santos brillierte mit mehreren Paraden und verhinderte so den Ausgleich. Schließlich sorgte Michy Batshuayi in der sechsten Minute der Nachspielzeit für den 3:1-Endstand, was Frankfurt auf Champions-League-Kurs halten ließ und Bochum weiterhin im Abstiegskampf ohne wertvolle Punkte ließ.
Sichere Fanverkehr und Sicherheitsprobleme
Ein weiteres Beispiel für die Spannungen zwischen Fans und Sicherheitskräften zeigte sich kürzlich beim VfB Stuttgart. Bei einem bevorstehenden Champions-League-Spiel gegen Roter Stern Belgrad mussten viele Ultras der Stuttgarter aufgrund von Aggressionen und Übergriffen an der Grenze umkehren. Berichten zufolge waren zahlreiche Fans von Kontrollen und Nacktkontrollen durch die serbische Polizei betroffen, was zu einem Rückgang der von Stuttgart geplanten 2.400 Fans auf etwa 1.900 führte. Ein VfB-Fan berichtete, dass Personen auf brutale Weise aus Bussen entfernt wurden.
In Belgrad kam es bereits zu Ausschreitungen, und es wurden Videos von Schlägereien in der Altstadt geteilt. ARD-Mitarbeiter Zoran Ikonic bestätigte die Angriffe auf VfB-Fans. Währenddessen sind die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Stadion in Belgrad derzeit noch funktional. Der VfB hatte seinen Anhängern Sicherheitshinweise gegeben, da Teile der Roter Stern-Fans als gewaltbereit gelten. Der Vorfall verdeutlicht die anhaltenden Probleme im Zusammenhang mit Sicherheitsaspekten bei Fußballspielen, die sowohl im Inland als auch im Ausland relevant sind.