Im Klinikum Landkreis Tuttlingen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 803 Kinder geboren, wobei die Eltern der Neugeborenen überwiegend aus der Region stammen. Eine große Anzahl, genau 267, kommt allein aus der Stadt Tuttlingen. Darüber hinaus ist der Landkreis Sigmaringen bemerkenswert, da rund acht Prozent der Mütter, die in Tuttlingen entbinden, aus diesem Gebiet kommen. Dies führt zu einer beachtlichen Anzahl von 64 Müttern aus Sigmaringen, die im Tuttlinger Krankenhaus gebären.
Die Verteilung dieser Mütter zeigt, dass vor allem aus Sauldorf und Leibertingen mit jeweils 19 Müttern die meisten Eltern reisen. Auch aus Städten wie Emmingen-Liptingen und Immendingen stammen zahlreiche Eltern. In der Stadt Sigmaringen selbst gibt es jedoch nur eine geringe Zahl von Entbindungen, was möglicherweise auf die Schließungen der Geburtenstationen in Bad Saulgau und Pfullendorf in den letzten Jahren zurückzuführen ist.
Die Geburtshilfe in Tuttlingen
Das Klinikum Tuttlingen ist als Geburtsklinik sehr gefragt und bietet eine freundliche Atmosphäre sowie moderne Geburtsmedizin. Jährlich werden dort rund 900 Entbindungen durchgeführt. Die Klinik stellt zudem die Sicherheit von Mutter und Kind während der Geburt in den Vordergrund, unterstützt von einem erfahrenen Team. Chefarzt Dr. Abdulnaser Shtian leitet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die auch als „Babyfreundliche Geburtsklinik“ von der WHO und Unicef ausgezeichnet wurde.
Zusätzlich zu den Kreißsälen, die über einen angrenzenden OP und einen Ruheraum verfügen, bietet die Klinik eine sanierte Mutter-Kind-Station, die für das erste Kennenlernen von Neugeborenem und Eltern gedacht ist. Auch die Unterstützung bei Stillen und Babypflege wird großgeschrieben, was die positive Erfahrung der Familien während ihres Aufenthalts in der Klinik unterstreicht. Zudem gibt es spezielle Angebote wie ein zertifiziertes Brustzentrum.
Herausforderungen und Alternativen
Die Schließungen anderer Geburtsstationen im Landkreis haben die Situation für viele werdende Eltern erschwert, weshalb sie auf das Klinikum Tuttlingen und die verbleibende Geburtenstation in Sigmaringen angewiesen sind. Das SRH-Klinikum Sigmaringen konnte bis Ende 2024 bereits 522 Neugeborene verzeichnen, was die fortwährende Relevanz dieser Einrichtung zeigt. Neben Tuttlingen bieten auch das Helios Spital Überlingen und das Zollernalbklinikum Balingen Entbindungen für Eltern aus dem Landkreis Sigmaringen an.
Obwohl die meisten Geburten auf natürliche Weise verlaufen, kommt es in einigen Fällen zu einem Kaiserschnitt. Dieser chirurgische Eingriff dient dem gesundheitlichen Schutz von Mutter und Kind und wird oft als notwendig erachtet, wenn Komplikationen auftreten. Laut Informationen von KlinikRadar gibt es diverse Gründe für einen Kaiserschnitt sowie mögliche Risiken und Nachsorgeoptionen, die im Rahmen der Geburtshilfe mit den werdenden Eltern besprochen werden.