In Schwäbisch Gmünd kam es am Freitag, den 17. Januar, zu einem schockierenden Vorfall, bei dem eine Seniorin Opfer eines geschickten Betrugs wurde. Unbekannte Täterscharen hatten zuvor telefonisch vorgetäuscht, dass Einbrecher in der Nachbarschaft aktiv seien. Um die Wertgegenstände der älteren Dame in Sicherheit zu bringen, forderten sie sie auf, Bargeld und Schmuck vor die Haustür zu legen. Die Seniorin folgte dem Rat und stellte ihr Eigentum in einem Topf vor die Tür.

In der Folge wurde der Topf von einer unbekannten Person abgeholt, die auf der Fahrerseite in ein wartendes Fahrzeug stieg. Dabei handelt es sich vermutlich um einen silbernen, beige- oder goldfarbenen SUV der Marke BMW. Die Kriminalpolizei Waiblingen hat bereits die Ermittlungen aufgenommen und bittet mögliche Zeugen, sich unter der Telefonnummer 07361/5800 zu melden. Dieser Vorfall ist Teil eines besorgniserregenden Trends, der insbesondere ältere Menschen ins Visier nimmt.

Wachsende Bedrohung für Senioren

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat daher eine Broschüre mit dem Titel „Rate mal, wer dran ist?“ veröffentlicht. Diese informiert über die unterschiedlichsten Methoden, mit denen Täter versuchen, Senioren zu überlisten. Die Broschüre gibt nicht nur detaillierte Hinweise zu Vorgehensweisen und Techniken der Betrüger, sondern auch klare Tipps, wie man sich schützen kann. So ist es wichtig, niemals unbekannte Personen ohne Überprüfung herein zu lassen und bei Zweifel an der Echtheit von Amtspersonen sofort die Polizei zu informieren.

Verhaltenstipps für Senioren

  • Keine Fremden in die Wohnung lassen.
  • Unbekannte Personen zu einem späteren Zeitpunkt wiederkommen lassen, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Handwerker nur ins Haus lassen, die selbst bestellt wurden.
  • Bei unerwartetem Besuch immer den Türspion benutzen.
  • Dienstausweis von Amtspersonen sorgfältig prüfen.
  • Im Zweifelsfall bei Behörden anrufen.
  • Bei verdächtigen Besuchern laut um Hilfe rufen.
  • Bei Zweifeln an der Echtheit den Polizeinotruf 110 wählen.

Diese Vorfälle sind ein alarmierendes Zeichen dafür, dass ältere Menschen besonders vulnerabel gegenüber solchen Betrugsmaschen sind. Daher sollten sowohl Angehörige als auch Freunde regelmäßig über aktuelle Sicherheitstipps informieren und sensibel auf die Bedürfnisse und Sorgen von Seniorinnen und Senioren eingehen.