In der Region Schwäbisch Gmünd und dem Ostalbkreis hat die aktuelle Grippewelle ihren Höhepunkt erreicht, während der Frühling näher rückt. Die Schulen spüren die Auswirkungen dieser Influenza-Hochphase in Form von hohen Krankheitsausfällen unter Lehrkräften und Schülern. Wie die Remszeitung berichtet, sind vor allem an der Schiller-Realschule zahlreiche Lehrer erkrankt, die fehlenden Kollegen haben bereits zu Unterrichtsanpassungen geführt.

Die Symptome der Influenza sind häufig mit einer einfachen Erkältung zu verwechseln. Zu den typischen Anzeichen gehören hohes Fieber, Husten und Schmerzen in Kopf und Gliedern. Aktuelle Daten zeigen, dass die Grippe nicht nur die Schulen betrifft, sondern auch ein hohes Risiko für vulnerable Personen darstellt. Dies macht die Situation besonders besorgniserregend.

Schwankende Inzidenzen und Empfehlungen

In der 8. Kalenderwoche des Jahres 2025 konnte eine sinkende Inzidenz akuter Atemwegserkrankungen (ARE) auf etwa 7.900 pro 100.000 Einwohner verzeichnet werden, wie das RKI berichtet. Dennoch bleibt die Grippe-Aktivität insgesamt hoch, insbesondere unter Schulkindern und älteren Erwachsenen, bei denen die Inzidenz stabil bleibt. Die Ärzte raten darum zur Grippeimpfung, deren Effektivität zwischen 40 und 80 Prozent liegt. Diese sollte idealerweise zwischen Oktober und Dezember durchgeführt werden, um einen optimalen Schutz zu bieten.

Zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems sind eine gesunde Lebensweise, ausreichend Schlaf sowie regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Des Weiteren wird empfohlen, große Menschenmengen zu meiden, regelmäßig zu lüften und häufig die Hände zu waschen.

Der Verlauf der Grippewelle

Trotz der sinkenden Zahlen nimmt die Aktivität von Influenza B-Viren weiterhin zu, während Influenza A(H1N1)pdm09-Viren bei schwer verlaufenden Erkrankungen unter älteren Patienten nachgewiesen worden sind. Die Virologische Überwachung belegt, dass eine Vielzahl von Viren, darunter Influenza- und Respiratorische Synzytialviren (RSV), infektiös sind und die Atemwegserkrankungen weiter fördern. Vor und nach Weihnachten stiegen die Zahlen der Atemwegserkrankungen stark an, was die Situation an Schulen weiter verschärfte.

Die vollständige Genesung von einer Grippeerkrankung kann bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen, weshalb eine frühzeitige Behandlung mit symptomatischen Mitteln wie Ibuprofen und Hustensäften empfohlen wird. Hausmittel wie Inhalationen mit Salzlösung oder Kamille können ebenfalls hilfreich sein.

Mit den wärmeren Temperaturen des Frühlings wird allerdings auch erwartet, dass die Infektionszahlen zurückgehen. Der Rückgang könnte eine Entlastung für die bereits stark betroffenen Schulen und Lehrkräfte in der Region darstellen.