Die GOA plant die Einführung von neuen, kleineren Papiertüten für die Biomüllentsorgung im Ostalbkreis. Die Entscheidung erfolgt auf Grundlage zahlreicher Kundenbeschwerden, die sich über die bestehenden Zehn-Liter-Papiertüten geäußert haben. Insbesondere klagen die Nutzer über schnelle Durchfeuchtung, unangenehme Gerüche und unzureichenden Platz in ihren Küchen-Müllboxen. Pressesprecherin Susanne Dietterle bestätigte die laufenden Überlegungen zur Einführung von Fünf-Liter-Beuteln, die das Entsorgungsproblem erleichtern sollen. Momentan ist der Preis für ein Zehnerpack mit Zehn-Liter-Biobeuteln auf 3,50 Euro festgelegt, wobei die neuen Fünf-Liter-Beutel möglicherweise für 1,75 Euro erhältlich sein könnten, sofern sie im gleichen Verhältnis verkauft werden.

Eine wichtige Voraussetzung für die Entsorgung von Biomüll bleibt bestehen: Ab Mai 2025 dürfen nur noch Papiertüten für die Befüllung der braunen Tonne genutzt werden. Dies ist notwendig, um die Finanzierung der Abholung zu gewährleisten. Zur Sicherstellung der Qualität des Bioabfalls plant die GOA zusätzliche qualitative Verbesserungen der Papierbeutel. Der Kreistag wird über die Entwicklungen regelmäßig informiert, die nächste Sitzung ist für den 29. April angesetzt.

Neue Biobeuteltonne als Teil der Abfallwirtschaft

Zusätzlich zur Einführung der Fünf-Liter-Beutel wird die Biobeuteltonne im Ostalbkreis etabliert. Dieses System soll eine einfachere und umweltschonende Entsorgung von Bioabfällen fördern und gleichzeitig zum Ressourcenschutz beitragen. Alle gesammelten Bioabfälle werden in hochwertige Biogase und Kompost umgewandelt. Die neuen, vollständig kompostierbaren GOA-Papierbeutel werden ab dem 1. Oktober erhältlich sein. Bis Ende 2024 dürfen alte Plastikbeutel weiterhin verwendet und über die Biobeuteltonne entsorgt werden.

Die neuen Biobeuteltonnen stehen in verschiedenen Größen von 45 bis 120 Litern zur Verfügung. Für größere Modelle kann optional ein Schloss für 70 Euro eingebaut werden. Die Entsorgungsanlagen in Reutehau und Ellert bieten die Möglichkeit, die Tonne kostenlos zu tauschen. Um die Tonne nutzen zu können, ist ein registrierter Chip erforderlich, der zusammen mit der Tonne bereitgestellt wird. Zur Organisation können Müllgemeinschaften gebildet werden, die aus beliebig vielen Haushalten bestehen können.

Herausforderungen und Ausblicke

Die Diskussion über die Einführung einer „Gelben Tonne“ im Ostalbkreis bringt zusätzliche Herausforderungen mit sich, insbesondere bei der Umstellung von Säcken zu Tonnen. Erfahrungen aus anderen Landkreisen zeigen, dass bei der Nutzung von Tonnen die Fehlbefüllungen zunehmen können. Bürger befürchten zudem Platzprobleme für die zusätzlichen Tonnen.

Darüber hinaus ist die ordnungsgemäße Entsorgung von biogefährlichem Müll von entscheidender Bedeutung, um menschliche Gesundheit und Umwelt zu schützen. Laut sigmaearth.com ist eine effektive Mülltrennung an der Quelle notwendig, um infektiöse Materialien zu isolieren und die Effizienz der Abfallbewirtschaftung zu maximieren. Innovative Ansätze zur Entsorgung könnten dazu beitragen, die Herausforderungen in der Abfallwirtschaft langfristig zu bewältigen und die nachhaltige Nutzung von Ressourcen sicherzustellen.

Für weitere Informationen und Anfragen stehen die Verwaltungsstellen der GOA in Mögglingen zur Verfügung. Interessierte Bürger sind eingeladen, sich in der Facebook-Gruppe „Alles Bio(BeutelTonne)“ auszutauschen und Anregungen zu teilen.