Im Ostalbkreis haben Eisdielen ihre Preise für die kommende Eissaison angepasst und gleichzeitig neue Sorten eingeführt. Dies zeigt sich besonders prominent im Eiscafé Venezia in Aalen, wo der Preis pro Kugel auf 1,70 Euro gestiegen ist – eine Erhöhung um 10 Cent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Preisanpassung ist das Resultat steigender Kosten für Zutaten, was zur allgemeinen Preissteigerung in der Branche beiträgt. Aktuell stehen den Kunden etwa 30 Sorten zur Verfügung, wobei die Beliebtheit klassischer Geschmacksrichtungen wie Pistazie, Vanille und Schokolade ungebrochen ist.
In der Eisdiele Polentarutti in Schwäbisch Gmünd bleibt der Preis pro Kugel unverändert bei 1,60 Euro, mit beliebten Sorten wie Nutella-Pistazie und Kinderschokolade. Im Vergleich dazu bietet die Eisdiele By Rino in Aalen ebenfalls Kugeln zu 1,60 Euro an, jedoch mit dem interessanten Zusatz, dass sie auch Leberwurst-Eis für Hunde vertreiben. Diese Eisdiele hat zudem neue Geschmacksrichtungen wie Dubaischokolade und den preisgekrönten „Red King“ (eine Mischung aus Granatapfel und Honig) im Angebot.
Neue Trends und Eissorten
Das Eiscafé Eishorn in Schwäbisch Gmünd hat den Preis für eine Kugel bei 1,60 Euro seit drei Jahren stabil gehalten und erweitert das Sortiment um die neue Sorte Yogurette. Die Betreiber streben trotz steigender Rohstoffpreise nach Preiskonstanz. Die Eismanufaktur Mio, ebenfalls in Schwäbisch Gmünd, verfolgt einen klaren Fokus auf frische Zutaten und bietet exotische Sorten wie Wassermelonen-Eis und Limoncello an. Auch hier liegt der Preis pro Kugel bei 1,60 Euro.
Für die Eisdiele San Marco gilt ein Preis von 1,80 Euro pro Kugel. Sie plant, neue Sorten erst bei steigenden Temperaturen einzuführen und hat zudem die Eröffnung einer neuen Filiale am Marktplatz in Schwäbisch Gmünd angekündigt. Das Angebot an Eiskreationen im Ostalbkreis wird auch durch andere Eisdielen außerhalb von Aalen und Schwäbisch Gmünd ergänzt.
Der Eis-Boom 2025
Deutschland steht im Jahr 2025 vor einem Rekordhoch im Speiseeis-Konsum. Der Klimawandel mit seinen heißen Sommern und häufigen Hitzewellen fördert die steigende Nachfrage nach Eis. Zusätzlich kommt die Entwicklung kreativer und außergewöhnlicher Eissorten hinzu, darunter Matcha, Lavendel-Honig und gesalzenes Karamell. Inzwischen setzen viele Eisdielen auf innovative und nachhaltige Zutaten, um den veränderten Verbraucherwünschen gerecht zu werden.
Die Branche steht jedoch auch vor Herausforderungen. Steigende Rohstoffpreise für Milch, Sahne und Früchte sowie höhere Energiekosten belasten die Produktion. Fachkräftemangel erfordert neue Rekrutierungsstrategien. Dennoch fließt das wachsende Interesse an veganen, laktosefreien und zuckerreduzierten Eissorten weiterhin in das Angebot mit ein, während Supermärkte und Lieferdienste eine steigende Nachfrage nach Premium-Eisprodukten verzeichnen.
Nachhaltigkeit im Fokus
Auch Nachhaltigkeit wird ein zentraler Aspekt der Eisherstellung 2025. Verbraucher bevorzugen regionale und biologische Zutaten, umweltfreundliche Verpackungen sowie faire Produktionsbedingungen. So setzen viele Eisdielen auf Bio-Milch und plastikfreie Verpackungen. Innovative Konzepte wie die Verwendung von upgecycelten Zutaten gewinnen an Bedeutung, während interaktive Erlebnisse in Eisdielen, bei denen Kunden ihre eigenen Becher zusammenstellen können, immer beliebter werden.
Blickt man in die Zukunft, so lässt sich bereits jetzt prognostizieren, dass die diesjährige Eissaison zahlreiche spannende Trends und Geschmackserlebnisse bereithalten wird. Die Eisdielen im Ostalbkreis sind gut gerüstet, um den steigenden Ansprüchen ihrer Kunden gerecht zu werden und gleichzeitig die Herausforderungen der Branche zu meistern. Ein echter Genuss ist somit garantiert.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen in der Eisdiele und den Preise im Ostalbkreis, besuchen Sie Schwäbische Post, Gastronomie Magazin oder Modernity Flux.