Die Stadt Mannheim hat die Errichtung eines Gedenkortes auf dem Paradeplatz angekündigt, um den Opfern der Amokfahrt zu gedenken, die kürzlich tragische Folgen hatte. Wie SWR berichtet, wurde die Entscheidung am Donnerstag公布t. Bei dem Vorfall am Rosenmontag wurde ein 40-jähriger Mann aus Ludwigshafen verhaftet, nachdem er mit seinem Pkw über die Mannheimer Planken gefahren war und dabei zwei Menschen tödlich verletzte sowie 14 weitere Personen teils schwer verletzte.
Der geplante Gedenkort wird mit einem Schild ausgestattet, das an die Amokfahrt erinnert und welcher ebenfalls den Bürgern die Möglichkeit bietet, an dieser Stelle Blumen und Kerzen niederzulegen. Dieses Schild wird vorübergehend aufgestellt – nicht als Dauerinstallation – und weist darauf hin, dass politische Bekundungen an diesem Ort unterlassen werden sollen, um den Opfern den nötigen Respekt zu zollen. Laut Mannheimer Morgen wird das Schild in der Nähe der Sitzbänke in Richtung O1 positioniert.
Gedenkstätte und Trauerarbeit
Die Gedenkstätte soll den Menschen in Mannheim als zentraler Ort dienen, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Viele Blumen und Kerzen, die derzeit an verschiedenen Orten des Paradeplatzes niedergelegt wurden, werden an diesen neuen Gedenkort gebracht. Die Mannheimer Bürgerstiftung hat dafür ein Spendenkonto eingerichtet, um sowohl den Opfern der Amokfahrt als auch der Arbeit der Notfallseelsorge zugutekommen zu können. Die Kontoinformationen sind DE76 6705 0505 0040 5127 21 bei der Sparkasse Rhein Neckar Nord, BIC MANSDE66XXX. Für Spenden bis 300 Euro genügt der Kontoauszug als Nachweis für das Finanzamt. Übersteigt eine Spende diesen Betrag, wird eine entsprechende Spendenbescheinigung ausgestellt, vorausgesetzt, Name und Anschrift werden angegeben.
Die Einrichtung eines Gedenkortes ist Teil eines größeren Themas der Erinnerungskultur, die nicht nur zeitgenössische Ereignisse, sondern auch historische Ungerechtigkeiten umfassen sollte. Ein vergleichendes Beispiel bietet die Universität Salzburg, die über 800 öffentliche Erinnerungsorte in Salzburg registriert hat, um an NS-Verbrechen zu erinnern. Solche anregenden Projekte verdeutlichen, wie wichtig es ist, sowohl der Opfer als auch der Täter in die öffentliche Erinnerung einfließen zu lassen, und könnten möglicherweise auch für Mannheim als Vorbild dienen, um die städtische Erinnerungskultur weiter zu stärken.