Am 8. März 2025 konnte die Deutsche Bahn (DB) endlich wieder Störungen auf der Rheintalbahn vermelden. Nach einer mehrstündigen Sperrung des Rastatter Bahnhofs sind die Züge nun wieder im regulären Betrieb. Der Bahnverkehr stabilisiert sich, nachdem beide Gleise freigegeben wurden. Allerdings waren während der Sperrung zahlreiche Reisende betroffen, die zwischen Karlsruhe und Baden-Baden auf Busse umsteigen mussten.
Die Störungen wurden durch einen Arbeitsunfall und einen Brand am Bahnhof verursacht. Ein Arbeiter wurde während Reparaturarbeiten durch einen Stromschlag verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Zudem kündigte die Bundespolizei um 9:40 Uhr die Sperrung der Gleise an, während ein Schwelbrand in einem Kabelschacht starken Rauch erzeugte. Dieser Vorfall führte dazu, dass der Bahnhof und der angrenzende Streckenbereich vorübergehend ohne Strom waren.
Verkehrschaos und Auswirkungen
Insgesamt dauerte die Sperrung mehr als sieben Stunden, was zu erheblichem Verkehrschaos mit zahlreichen Verspätungen und Teilausfällen bei unterschiedlichen Zugverbindungen führte, einschließlich der Fernverkehrszüge wie den Intercity-Express (ICE) in Richtung Schweiz zwischen Karlsruhe und Offenburg. Laut einer Sprecherin der DB sind am Abend weitere Verzögerungen zu erwarten, jedoch wird eine Normalisierung des Verkehrs bis zum Betriebsbeginn am Samstag angestrebt.
Die Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel stellt eine entscheidende Nord-Süd-Achse im europäischen Eisenbahnnetz dar, auf der täglich mehr als 300 Güter-, Fern- und Nahverkehrszüge unterwegs sind. Die rasche Behebung der Störungen und die Rückkehr zum regulären Betrieb sind daher von großer Bedeutung für die Verkehrsanbindung der Region.
Die Sicherheitskultur und das Risikomanagement im Eisenbahnverkehr werden weiterhin intensiv diskutiert. Weitere Informationen zu Sicherheitsstandards und den Umgang mit human factors im Eisenbahnsektor sind in einer Veröffentlichung der Eisenbahnbundesamt (EBA) abrufbar hier.
Laut ZVW wird zwar der reguläre Betrieb nun wieder aufgenommen, es bleibt jedoch abzuwarten, inwieweit der Vorfall langfristige Auswirkungen auf die Sicherheit und den Betrieb im Bahnverkehr haben wird. Von Seiten der DB gibt es bislang keine weiteren Meldungen zu künftigen Störungen auf der Rheintalbahn.