Am 29. Januar 2025 feierte Borussia Dortmund einen bedeutenden Sieg im Vorrunden-Finale der Champions League und setzte sich mit 3:1 gegen Schachtar Donezk durch. Trotz des Erfolgs verpasste der BVB jedoch die direkte Qualifikation für das Achtelfinale und muss in die Playoff-Runde. Insbesondere die zwei Tore von Serhou Guirassy in der 17. und 44. Minute sowie das dritte Tor von Ramy Bensebaini in der 79. Minute sorgten für die Freude auf Dortmunder Seiten, während Marlon Gomes den Anschlusstreffer für Donezk in der 50. Minute erzielte, nachdem Torhüter Gregor Kobel einen Fehler gemacht hatte.

Trotz des Sieges bleibt die Situation für den BVB angespannt. Interimscoach Mike Tullberg, der das Team bis zum nächsten Spiel gegen den 1. FC Heidenheim betreut, hat bereits eine offensive Aufstellung gewählt, um den Druck auf die gegnerische Abwehr zu erhöhen. Sportdirektor Sebastian Kehl deutete an, dass man „auf der Zielgeraden“ mit einem neuen Trainer-Kandidaten sei, während Niko Kovac als möglicher Nachfolger von Nuri Sahin gehandelt wird, dessen Entlassung nach einer Serie von schlechten Ergebnissen folgte.

Die Trainerfrage bleibt offen

Der BVB hat seit dem Abgang von Jürgen Klopp im Jahr 2015 insgesamt acht Trainerwechsel vollzogen, wobei Nuri Sahin nun die kürzeste Amtszeit von 222 Tagen hatte und den schlechtesten Punkteschnitt seit acht Jahren vorzuweisen hat. Die Suche nach einem Trainer, dessen Spielidee zu den vorhandenen Spielern passt, ist angesichts der bisherigen Resultate und Leistungen von zentraler Bedeutung. Nach der enttäuschenden Auswärtsbilanz von nur 16 Punkten in der Hinrunde steht Dortmund auf dem 16. Platz der Auswärtstabelle – die schlechteste Platzierung seit 57 Jahren.

In der aktuellen Champions-League-Phase hat Dortmund fünf von acht Spielen gewonnen, was nicht ausreicht, um sich für die K.o.-Phase zu qualifizieren. Das Team hat in der Gruppenphase als Zehnter abgeschlossen und benötigt nun Schützenhilfe, um in die Top 8 zu gelangen. Kommt diese nicht, stehen sie in der Zwischenrunde gegen Sporting Lissabon oder den FC Brügge vor einer anspruchsvollen Herausforderung.

Ein weiteres Kapitel voller Herausforderungen

Trotz der positiven Wendungen im Champions-League-Spiel bleibt die Stimmung getrübt. Der BVB hat mit erheblicher Chancenkreation zu kämpfen, wie die vergangenen Spiele zeigen. Bei einer 0:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt hielt Dortmund 68 Prozent Ballbesitz, schaffte es jedoch nicht, den Ball im Netz unterzubringen. Auch bei der 2:4-Niederlage gegen Kiel war die Effizienz im Abschluss nicht gegeben.

Die Bereitschaft, den Spielstil grundlegend zu überdenken und sich von Jürgen Klopps Ideen abzuwenden, könnte für die Zukunft des BVB entscheidend sein. Inmitten von Unsicherheiten und der Suche nach konstanter sportlicher Leistung bleibt Dortmund gefordert, die fehlenden Elemente in ihr Spiel zu integrieren und die richtige Trainerwahl zu treffen, um die ambitionierten Ziele zu erreichen. Ob Kovac der Mann der Stunde sein wird, bleibt abzuwarten.

Für Borussia Dortmund ist der Sieg gegen Schachtar Donezk mehr als nur ein dreifacher Punktgewinn. Es war eine essentielle Etappe in einem schlingernden Kurs, der klare Perspektiven erfordert, um in der kommenden Zeit wieder zur alten Stärke zurückzufinden.

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