In der aktuellen Folge der beliebten ZDF-Trödelsendung „Bares für Rares“ stehen Raritäten im Mittelpunkt, die von den Kandidaten zum Verkauf angeboten werden. Heute möchten Arend und Gerd eine außergewöhnliche Familienfigur präsentieren: ein Bronzeporträt eines Stiers namens Blücher, das aus den 1920er Jahren stammt und ein echtes Einzelstück ist. Die Kunsthistorikerin Dr. Friederike Werner schätzt den Wert dieser einzigartigen Statue auf 2.000 bis 2.500 Euro. Arend und Gerd sind bereit, das Kunstwerk für 500 Euro abzugeben, haben jedoch bereits ein attraktives Angebot von 2.400 Euro erhalten.
Die beiden Kandidaten zeigen sich offen für höhere Angebote und beobachten gespannt die Reaktionen der Händler. Friedrich Häusser, ein erfahrener Kunsthändler, macht jedoch keinen Hehl daraus, dass er lieber in die Preisverhandlung nach unten verhandeln möchte. Später bietet Davis Suppes schließlich 2.500 Euro für die Statue an, was dem geschätzten Höchstwert entspricht. Arend und Gerd nehmen das Angebot an, stellen jedoch klar, dass sie möchten, dass die Statue in „gepflegte Hände“ kommt. Suppes versichert, dass er ein gutes Zuhause für den Ochsen finden wird.
Expertise von Dr. Friederike Werner
Dr. Friederike Werner, die seit 2019 als Expertin bei „Bares für Rares“ tätig ist, hat einen beeindruckenden akademischen Hintergrund. Sie studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Ägyptologie an der Universität Heidelberg, wo sie zwischen 1992 und 1994 ihre Dissertation unter den Betreuern Peter Anselm Riedl und Jan Assmann verfasste. Ihre Verantwortung als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Ägyptologie umfasste das Anfertigen von Zeichnungen von Reliefs und Fresken.
Bevor sie 2015 als freie Mitarbeiterin des ägyptologischen Instituts der Universität Heidelberg tätig wurde, arbeitete sie von 1991 bis 1995 im Büromanagement einer Münchner Unternehmensberatung, in der sie Kunstgegenstände des Grafen Toerring-Jettenbach inventarisierte. Ihre Dissertation, die 1994 veröffentlicht wurde, trägt den Titel „Ägypenrezeption in der europäischen Architektur des 19. Jahrhunderts“. Zudem hat sie vor kurzem ein weiteres Werk, „Das ‚ägyptische‘ Geheimnis oder Die verhüllten Tempel von Hohenzieritz und Berlin“ veröffentlicht, das 2024 erschienen ist.
Rolle von Kunstzeitschriften
Die Expertise von Dr. Werner wird nicht nur durch ihre praktische Erfahrung untermauert, sondern auch durch einen breiten Zugang zu einem Forschungsumfeld, das durch Kunstzeitschriften und Magazine gestärkt wird. Diese Publikationen sind von zentraler Bedeutung für den wissenschaftlichen Diskurs im Kunstbereich, da sie Forschungsergebnisse, Rezensionen und Ausstellungskritiken veröffentlichen.
Zu den bekanntesten Kunstzeitschriften zählen unter anderem „Eikon“, das sich auf Fotografie und Medienkunst konzentriert, sowie das „Journal für Kunstgeschichte“, das detaillierte Besprechungen zu wichtigen Forschungsprojekten in der Kunstgeschichte bietet. Auch internationale Fachzeitschriften wie die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) und JSTOR sorgen dafür, dass Fachleute und Interessierte Zugang zu fundierten Informationen erhalten.