Der Wettbewerb um die Spitzenkandidatur der AfD in Baden-Württemberg für die bevorstehenden Landtagswahlen 2026 nimmt Formen an. Markus Frohnmaier, derzeit Bundestagsabgeordneter und enger Vertrauter von AfD-Chefin Alice Weidel, wird voraussichtlich der Kandidat der Partei sein. Laut SWR hat Frohnmaier bereits Zustimmung innerhalb des Landesvorstands erhalten, was die Chancen auf seine Nominierung stärkt.
Co-Chef Emil Sänze äußerte sich zu Frohnmaiers Eignung und betonte sein politisches Profil, das ihn als geeigneten Ministerpräsidenten qualifiziere. Er plant, am 9. Mai 2025 eine offizielle Erklärung zu seiner Kandidatur abzugeben, während er parallel weiterhin seine Aufgaben im Bundestag wahrnimmt, berichtet Schwäbische.
Frosnmaiers Politisches Profil
Frohnmaier ist seit 2017 im Bundestag aktiv und hat sich dabei als enger Vertrauter von Weidel hervorgetan. Unterstützer innerhalb der AfD loben ihn als hervorragenden und unumstrittenen Kandidaten für die Spitzenkandidatur. Marc Bernhard, AfD-Bundestagsabgeordneter aus Karlsruhe, hat bereits angekündigt, Frohnmaier beim Parteitag vorschlagen zu wollen. Sänze erwartet, dass er umfassende Unterstützung auf dem Parteitag erhalten wird, wie ebenfalls von n-tv berichtet.
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist für den 8. März 2026 angesetzt. Angesichts aktueller Umfragen, die der AfD eine mögliche Verbesserung ihrer Stimmenanteile prognostizieren, hofft die Partei, signifikante Erfolge zu erzielen. Bei der letzten Landtagswahl fiel die AfD auf 9,7 Prozent, während aktuelle Umfragen sie bereits bei 15 Prozent sehen, was sie auf den dritten Platz hinter CDU und Grünen bringt.
Herausforderungen für die AfD
Trotz der positiven Umfragewerte könnte eine Regierungsbeteiligung für die AfD schwierig werden, da alle anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten ablehnen. Die Perspektive auf eine Koalition bleibt ungewiss. In den nächsten Monaten wird die parteiinterne Entscheidung über die Spitzenkandidatur von Bedeutung sein. Sänze hat klargestellt, dass die Parlamente ihrer Kontrollfunktion nachkommen sollen, was darauf hindeutet, dass ein gewisses Maß an Verantwortung und Transparenz gefordert ist.
Die Kontrahenten auf einem möglichen Ministerposten sind bereits in Stellung gebracht: Manuel Hagel wird für die CDU kandidieren, während für die Grünen Cem Özdemir im Rennen ist. Beide müssen ebenfalls auf den Parteitagen im Mai bestätigt werden, was zu einer spannenden politischen Kampagne führen dürfte.