US-Streitkräfte setzen ihre Militärschläge gegen die Huthi-Miliz im Jemen unvermindert fort. Diese Angriffe, die sich gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Terroristen richten, wurden vom US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X bestätigt. Jemenitische Nachrichtenagenturen, darunter Saba, berichteten von zwei Luftangriffen in der Nähe der Hafenstadt Hudaida, die etwa 230 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Sanaa liegt. Laut der Nachrichtenagentur Al-Dschasira ist die Zahl der Todesopfer durch die US-Angriffe auf mindestens 53 gestiegen.
Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äußerte sich zu den Angriffen und bezeichnete sie als klare Botschaft an die Huthi-Miliz und den Iran. Hegseth betonte zudem, dass die Offensive eingestellt werde, sobald die Huthis garantieren, keine Schiffe mehr anzugreifen. Diese militärischen Aktionen sind die ersten seit Donald Trumps Amtsantritt und stehen im Kontext der Drohung der Huthis, Angriffe auf Schiffe im Roten Meer zu intensivieren.
Huthis und ihre Angriffe
Die Huthi-Miliz hat in der Vergangenheit wiederholt Seeschiffe angegriffen, einschließlich der Ankündigung neuer Angriffe auf israelische Schiffe im Arabischen Meer und in der Straße von Baba al-Mandab. Ein Sprecher der Huthis gab an, dass sie den US-Flugzeugträger USS Harry Truman mit 18 Raketen und einer Drohne angegriffen hätten. US-Kampfjets haben elf Huthi-Drohnen abgeschossen, die sich dem Flugzeugträger genähert hatten. Trotz der militärischen Reaktionen des Westens bleibt die Gefahr von Huthi-Angriffen auf den internationalen Schiffsverkehr hoch.
US-Sicherheitsberater Mike Waltz berichtete, dass mehrere Huthi-Anführer „ins Visier genommen und ausgeschaltet“ wurden. Die Angriffe richten sich nicht nur gegen die Huthis selbst, sondern sollen auch dem Iran signalisieren, dass „das Maß voll ist“. Dies kommt vor dem Hintergrund von Trumps Ankündigung „überwältigender tödlicher Gewalt“, um kommende Angriffe der Huthis zu verhindern. Währenddessen forderte Trump den Iran auf, seine Unterstützung für die Huthis einzustellen, andernfalls würden die USA „vollständig zur Rechenschaft ziehen“.
Der komplexe Kontext des Jemenkonflikts
Die Huthi-Miliz, die große Teile des Jemen kontrolliert, einschließlich der Hauptstadt Sanaa, hat 2014 die Macht übernommen und ist eng mit der Hamas verbunden. Der Konflikt im Jemen hat seine Wurzeln in einem Aufstand der Huthis im Jahr 2004 und hat sich zunehmend zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran entwickelt. Die Huthis disponieren über 180.000 bis 200.000 bewaffnete Kämpfer und eine Vielzahl militärischer Ausrüstungen, darunter Drohnen und Raketen.
Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer, die mit Israel in Verbindung stehen, haben sich seit Oktober 2023 vermehrt. Die USA und Großbritannien greifinitiierten daraufhin Mitte Januar 2024 militärische Stellungen der Huthis an. Vor diesem Hintergrund brach auch ein EU-Militäreinsatz auf, der sich auf den Schutz von Handelsschiffen konzentriert. Die Fregatte „Hessen“ der Bundeswehr ist im Roten Meer im Einsatz und wurde mit Flugabwehrraketen ausgestattet, um Geleitschutz und Seeraumkontrolle zu gewährleisten.
Mit den kontinuierlichen Spannungen zwischen den Huthis und den USA sowie deren Verbündeten bleibt die Situation im Jemen und der Region äußerst angespannt. Die UN ruft regelmäßig zu Deeskalation auf und äußert Besorgnis über die fortdauernden Angriffe und Drohungen.