Das Projekt „FabLabs4Innovation“ wird mit 990.000 Euro aus dem Interreg-Programm Großregion gefördert. Die Initiative, die von der Universität des Saarlandes geleitet wird, hat sich das Ziel gesetzt, ein einheitliches Schulungssystem für die Nutzung von FabLabs in Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg zu entwickeln. Die Förderung soll dazu beitragen, die Innovationskraft in der Region zu stärken und die Gründung neuer Unternehmen sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern. Uni-Saarland berichtet.
Das Projekt läuft ab März 2025 über einen Zeitraum von drei Jahren. Es wird federführend von Triathlon, dem Ökosystem für Entrepreneurship, Innovation und Transfer an der Universität des Saarlandes, betreut. Ziel ist es, die technischen Neuerungen durch Prototypen zu erproben und ein digitales Schulungssystem sowie einen FabLab-Führerschein zur sicheren Nutzung der Produktionsmittel zu entwickeln.
Moderne Technologien für FabLabs
Ein wesentliches Element des Projekts ist die Einrichtung eines modernen FabLabs an der Universität des Saarlandes, das im November 2024 eröffnet werden soll. Dieses FabLab wird mit hochmodernen Technologien ausgestattet sein, darunter 3D-Drucker und CNC-Maschinen, die den Nutzern zur Verfügung stehen. Das Interreg-Projekt zeigt auf, wie FabLabs als Orte für Innovation und kreatives Schaffen fungieren können.
FabLabs sind zugänglich für die Öffentlichkeit und bieten eine Vielzahl von Werkzeugen und Technologien an, um die Herstellung beinahe aller Materialien zu ermöglichen. Die zugänglichen Werkzeuge umfassen unter anderem NC-Schneidemaschinen, Laserschneider, 3D-Drucker und Mikrocontroller-Ausrüstungen. Diese flexible Infrastruktur ermöglicht es den Nutzern zu spielen, zu lernen und neue Ideen zu entwickeln, was die FabLabs zu einem wichtigen Bestandteil der Innovationslandschaft macht.Wie das Fab Lab Network berichtet, umfasst es mittlerweile über 2.000 FabLabs in mehr als 120 Ländern.
Unterstützung für Gründer und Start-ups
Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Zusammenarbeit mit dem Innovationszentrum Technoport in Luxemburg, das eine Übersicht über Gründerförderangebote in der Großregion erarbeitet. Dies soll Start-ups in den ersten Phasen ihrer Entwicklung unterstützen. Triathlon hat in den letzten Jahrzehnten mehr als 550 Unternehmensgründungen und etwa 4.000 Arbeitsplätze an der Universität initiiert. Jährlich entstehen im Durchschnitt 120 Gründungsvorhaben, von denen rund 30 in tatsächliche Gründungen münden.
Die Partnerschaften zwischen den verschiedenen Hochschulen und Innovationszentren in der Großregion sind entscheidend für den Erfolg des Projektes „FabLabs4Innovation“. Es verbindet Forschung, Ausbildung und praktische Anwendung in einem dynamischen Umfeld, das auf die Bedürfnisse moderner Gründer abgestimmt ist. Die Initiative soll alle Akteure zusammenbringen, um ein starkes Netzwerk für Innovationskraft und wirtschaftliche Entwicklung aufzubauen.