Im Jahr 2023 mussten in Baden-Württemberg 1.043 Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren aufgrund alkoholbedingter Erkrankungen stationär behandelt werden – damit ist die Zahl im Vergleich zu den vergangenen Jahren relativ stabil. Erstmals sind dabei mehr Mädchen (539) als Jungen (504) betroffen. Die Statistiken des Landesamts signalisieren zwar eine gewisse Entspannung, dennoch bleibt das Thema Jugendschutz und Alkoholverkauf an Jugendliche eine große Sorge für die Behörden.
Die Leiterin des Amtes für Familie, Kinder und Jugend in Tuttlingen, Christina Martin, kündigte an, dass Kontrollen, darunter Alkoholtestkäufe, stattfinden werden, um das gesetzliche Verkaufsverbot für harten Alkohol an Minderjährige zu überprüfen. Zudem wird auch der Verkauf von Tabakprodukten an Jugendliche im Einzelhandel unter die Lupe genommen. Die Polizei appelliert auch an Veranstalter von Fastnachtsfeiern, die gesetzlichen Bestimmungen bezüglich Alkoholausschank an junge Gäste strikt zu beachten. Erwachsene, die Alkohol für Jugendliche kaufen, handeln verantwortungslos und riskieren Bußgelder.