Am 13. Februar 2025 kam es in München zu einem erschütternden Vorfall, als ein Auto in eine Menschenmenge fuhr. Der Vorfall ereignete sich am Stiglmaierplatz während einer Verdi-Kundgebung. Mindestens 20 Personen wurden verletzt, darunter auch Kinder. Die Polizei hat den Fahrer, einen 24-jährigen Asylbewerber aus Afghanistan, festgenommen und ermittelt nun in alle Richtungen. Die Ermittlungen werden von der bayerischen Zentralstelle für Extremismus und Terrorismus geleitet, wie Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) bekannt gab.
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußerte sein Mitgefühl und bezeichnete den Vorfall als mutmaßlichen Anschlag. Er betonte am Ort des Geschehens die Notwendigkeit, besonnen zu reagieren und die Entschlossenheit zu erhöhen. Söder wies darauf hin, dass es sich nicht um den ersten Vorfall dieser Art handelt und forderte Konsequenzen sowie Veränderungen in der Reaktion auf solche Ereignisse. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bestätigte, dass der Fahrer polizeibekannt ist, mit einem Vorstrafenregister, das Ladendiebstähle und Betäubungsmitteldelikte umfasst.
Unklare Motive und Sicherheitslage
Es bestehen weiterhin Unklarheiten über die Motive des Fahrers und ob unter den Verletzten auch Demonstranten zu finden sind. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs, wo hohe Sicherheitsvorkehrungen bestehen, insbesondere im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz, die zahlreiche hochrangige Politiker anzieht. Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zeigte sich tief erschüttert von dem Geschehen und sprach von einem Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr.
In den letzten Jahren hat sich die Sicherheitslage in Deutschland verändert. Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, betont, dass die Situation angespannt ist und die Kriminalität nach einem Rückgang während der Corona-Pandemie wieder zunimmt. Dies steht in starkem Kontrast zu den Jahren 2018 und 2019, als die Kriminalität auf einem historischen Tiefstand war. Die Polarisierung der Gesellschaft hat zugenommen, was eine zusätzliche Herausforderung für die Sicherheitsbehörden darstellt. Laut Münch könnten einige Entwicklungen die erwartbare Kriminalitätsrate übersteigen, insbesondere im Hinblick auf Radikalisierung und Kriminalität im Internet.
Die Behörden stehen nun vor der Aufgabe, sowohl die Hintergründe des Vorfalls in München aufzuklären als auch das Vertrauen der Bürger in die Sicherheit zu stärken. Der Vorfall wirft neue Fragen über die Herausforderungen der Sicherheitslage in Deutschland auf und zeigt, wie wichtig effektive Maßnahmen zur Prävention und Reaktion auf derartige Anschläge sind.