Am Dienstagabend wurde ein 41-jähriger Autofahrer in Bad Kissingen aufgegriffen, nachdem er in Schlangenlinien gefahren war. Gegen 19.00 Uhr meldete ein Verkehrsteilnehmer den mutmaßlich alkoholisierten Fahrer, der von Thulba in Richtung Frankenbrunn unterwegs war. Alarmierte Polizeibeamte konnten ihn daraufhin stoppen und führten eine Kontrolle durch. Bei einem freiwilligen Atemalkoholtest wurde ein besorgniserregender Wert von über 2,5 Promille festgestellt. Die Polizei untersagte dem Fahrer die Weiterfahrt und ordnete zur Beweissicherung eine Blutentnahme an. In der Folge wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet und der Führerschein des Fahrers sichergestellt, um ihm die Weiterfahrt mit einem fahrerlaubnispflichtigen Fahrzeug zu untersagen, wie InFranken berichtet.

Eine Trunkenheitsfahrt ist das Führen eines Fahrzeugs unter Alkoholeinfluss. In Deutschland gelten strenge Promillegrenzen. Ab einem Wert von 0,3 Promille kann es je nach den Umständen bereits zu rechtlichen Konsequenzen kommen. Ab 1,1 Promille herrscht absolute Fahruntüchtigkeit, was unabhängig von eventuellen Fahrfehlern zu einer strafrechtlichen Verfolgung führt. Für Fahranfänger und Personen unter 21 Jahren gilt gar eine 0,0-Promille-Grenze, wie Anwalt.de angibt.

Rechtliche Konsequenzen und Strafen

Die Strafen für eine Trunkenheitsfahrt sind vielfältig und hängen vom Schweregrad des Verstoßes ab. Dazu zählen Geldstrafe, die sich nach dem Einkommen des Täters richtet, sowie Freiheitsstrafen von bis zu einem Jahr bei hohen Promillezahlen oder wiederholten Verstößen. Schwerwiegende Fälle mit Personenschäden können sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren nach sich ziehen. Führerscheinentzüge sind ebenfalls häufig, die je nach Schwere des Vergehens zwischen sechs Monaten und fünf Jahren dauern können. Im schlimmsten Fall kann die Entziehung der Fahrerlaubnis dauerhaft erfolgen. Zudem drohen Punkte in Flensburg, die je nach Schwere des Verstoßes zwischen zwei und drei Punkten liegen, so Anwalt.de erläutert.

Im Hinblick auf zivilrechtliche Konsequenzen müssen alkoholbedingte Unfälle mit hohen Schadensersatzforderungen und möglichen Regressansprüchen seitens der Versicherungsgesellschaften rechnen. Betroffene sollten bei einer Anzeige wegen Trunkenheitsfahrt keine Aussagen ohne einen Anwalt treffen und ist es ratsam, rechtlichen Beistand zu suchen. Verhaltenstipps in solchen Situationen beinhalten auch die Möglichkeit, einen Atemalkoholtest zu verweigern, jedoch sollten die Betroffenen hierbei entsprechende rechtliche Konsequenzen im Auge behalten.

Zusammenfassung

Die Trunkenheitsfahrt hat weitreichende rechtliche und persönliche Konsequenzen, angefangen bei Geld- bis hin zu Freiheitsstrafen. Die richtige Vorgehensweise im Falle einer Anzeige ist entscheidend, weshalb es unerlässlich ist, schnellstmöglich einen Strafverteidiger hinzuzuziehen. Zu den präventiven Maßnahmen gehört vor allem der Verzicht auf Alkohol, wenn ein Fahrzeug geführt werden soll, sowie die Nutzung alternativer Verkehrsmittel nach dem Konsum, um derartige Vorfälle zu vermeiden.