Aldi Nord hat bekannt gegeben, dass die Filiale in Kiel-Suchsdorf derzeit umgebaut wird. Die Modernisierung ist Teil eines umfangreichen Projekts, bei dem alle 2200 Märkte des Unternehmens in Deutschland ein Update erhalten. Die Filiale in Kiel wurde zu Beginn des Jahres 2025 vorübergehend geschlossen, auch wenn sie online weiterhin als geöffnet geführt wurde. Die Wiedereröffnung ist für Mitte April 2025 geplant. Der Umbau umfasst die Umgestaltung des Marktes nach dem aktuellen Filialkonzept von Aldi, das eine helle und freundliche Einkaufsatmosphäre schaffen soll. Laut KN-online sind große Teile der Fassade sowie die Dacheindeckung bereits demontiert.

Im Zuge der Renovierungsarbeiten wird der neue Markt mit modernster Technik ausgestattet. Dazu gehört eine Photovoltaikanlage, die die Anzahl der entsprechenden Anlagen auf Aldi-Nord-Dächern in Deutschland auf über 700 erhöhen wird. Diese Maßnahme steht im Einklang mit den Zielen des Unternehmens, den Energieverbrauch sowie die CO₂-Emissionen signifikant zu reduzieren. Die Integration einer Wärmerückgewinnungs-Anlage ermöglicht es, den Markt je nach Saison entweder zu kühlen oder zu beheizen. Aldi Nord verfolgt damit eine Strategie, die erneuerbare Energien priorisiert und moderne Licht- und Kältetechniken einsetzt, um den Energieverbrauch weiter zu minimieren, wie in der umfassenden Energieeffizienzstrategie von Aldi Nord dargelegt wird.

Modernes Einkaufserlebnis

Auf 800 Quadratmetern Verkaufsfläche werden in der neuen Filiale rund 120 Obst- und Gemüseartikel sowie verzehrfertige Produkte angeboten. Auch die Backwarenauslage wird vergrößert, um frisch aufgebackene Brötchen, Kuchen und Brote anzubieten. Aldi führt im Durchschnitt 1860 Produkte, darunter eine beachtliche Auswahl an 580 veganen und 280 Bio-Produkten. Zudem gibt es mehrere Aktionsartikel im Non-Food-Bereich, die wöchentlich wechseln.

Um den Kundenkomfort zu erhöhen, stehen rund 115 Pkw-Stellplätze zur Verfügung, einschließlich spezieller Plätze für körperlich beeinträchtigte Kunden und Familien mit Kindern. Zusätzlich werden Fahrradständer in der Nähe des Eingangs platziert, um umweltfreundliche Anreisemöglichkeiten zu fördern. Dieses Engagement für Nachhaltigkeit steht im Kontext der Herausforderungen, die im deutschen Einzelhandel bestehen, wo es oft ungenutzte Energiesparpotenziale gibt. Eine Studie des EHI Retail Institute zeigt, dass Handelsgebäude nach Büroimmobilien den zweithöchsten Energiebedarf aufweisen und verbessert die Datenlage für strategische Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Handel, wie EHI berichtet.

Durch den Einsatz von LED-Beleuchtung, die während der Öffnungszeiten nur zu zwei Dritteln leuchtet, und durch die Verwendung modernster Kühltechniken wird das Ziel verfolgt, den Energieverbrauch in der neuen Filiale nachhaltig zu senken. Schlüsselfaktoren wie regelmäßige Wartung der Heizungs- und Kälteanlagen sowie eine Sensibilisierung der Mitarbeitenden für einen energieschonenden Umgang werden zusätzlich implementiert, um die Effizienz weiter zu steigern und den ökologischen Fußabdruck zu minimieren.