Die Bundestagswahl 2025 in Dortmund sorgt für Aufsehen, insbesondere aufgrund des signifikanten Anstiegs der Stimmen für die Alternative für Deutschland (AfD). Laut einem Bericht von Ruhr24 hat die AfD in Dortmund ein Plus von 9,42 Prozent erzielt. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) bleibt zwar mit 23,72 Prozent stärkste Kraft im Stadtgebiet, musste jedoch einen Rückgang von 10,18 Prozent hinnehmen. Die CDU folgt dicht mit 22,77 Prozent.
Die AfD zeigt in verschiedenen Stadtbezirken überdurchschnittliche Ergebnisse, insbesondere in Scharnhorst, wo sie 26 Prozent der Stimmen erzielen konnte. Fünf Stadtbezirke, darunter Scharnhorst, Mengede und Huckarde, weisen höhere AfD-Stimmanteile auf als der bundesweite Durchschnitt von 20,8 Prozent. Diese Bezirke sind als soziale Brennpunkte bekannt, mit hoher Arbeitslosenquote und Armutsindex, was zu den Wahlerfolgen der AfD beiträgt.
Soziale Brennpunkte und Wahlergebnisse
Die Stadtteile, die einen hohen Aufholbedarf haben, wurden bereits im Rahmen des „Aktionsplans Soziale Stadt“ identifiziert. Der Stadtbezirk Nordstadt verzeichnete hingegen nur 12,97 Prozent für die AfD, was auf einen hohen Ausländer- und Migrantenanteil zurückzuführen ist. In den Stadtteilen Innenstadt-Ost und Innenstadt-West blieb die Unterstützung für die AfD mit 10,30 Prozent beziehungsweise 10,78 Prozent ebenfalls deutlich hinter den Ergebnissen in anderen Bezirken zurück. In diesen Gebieten konnten die Grünen über 20 Prozent der Stimmen erreichen.
Besonders auffällig ist das Ergebnis der AfD in Mengede, wo Wahllokale sogar bis zu 52,33 Prozent der Stimmen erhielten. Zum Vergleich: Im gesamten Land Nordrhein-Westfalen (NRW) liegt die AfD in Gelsenkirchen mit 24,7 Prozent an der Spitze.
Politische Ursachen der Wahlergebnisse
Der Kontext der Wahl wird durch die Unzufriedenheit mit der Ampel-Koalition geprägt. Zahlen von Deutschlandfunk verdeutlichen, dass die SPD mit 16,4 Prozent das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte einfuhr, was einen Rückgang von 9,3 Punkten im Vergleich zur vorherigen Wahl darstellt. Im Kontrast dazu verzeichnete die CDU/CSU einen Anstieg auf 28,6 Prozent.
Die AfD konnte ihren Stimmenanteil verdoppeln und wurde mit 20,8 Prozent zur zweitstärksten Kraft. Die Themen, die den Wahlkampf prägten, umfassten Migrationsfragen sowie innere und soziale Sicherheit, wobei die AfD von allgemeiner Unzufriedenheit und äußeren Krisen profitierte.
Die SPD hatte Schwierigkeiten mit der K-Frage und wurde zusätzlich durch mehrere Anschläge während des Wahlkampfs belastet. Ungeachtet dieser Probleme zieht Matthias Helferich über die Landesliste in den Bundestag ein, obwohl kein Direktkandidat aus Dortmund zur Verfügung steht.
Die Bundestagswahl 2025 hat somit sowohl in Dortmund als auch auf bundesweiter Ebene die politische Landschaft erheblich verschoben und liefert spannende Einblicke in die Präferenzen der Wähler.