Adidas hat am 21. Januar 2025 einen Umsatzanstieg von 24 Prozent im vierten Quartal 2024 vermeldet, was die Erwartungen der Experten übertroffen hat. Trotz dieser positiven finanziellen Nachricht kursieren jedoch Gerüchte über einen möglichen Stellenabbau am Hauptsitz in Herzogenaurach, wo aktuell etwa 5.800 Mitarbeiter beschäftigt sind. Laut dem InFranken-Bericht könnten bis zu 500 Stellen betroffen sein.

Unternehmenssprecher Stefan Pursche äußerte, dass die aktuellen Strukturen als zu komplex wahrgenommen werden, weshalb das Management über notwendige Veränderungen nachdenkt. Detaillierte Informationen zu möglichen Maßnahmen wurden im Moment nicht veröffentlicht, allerdings hat das Unternehmen bestätigt, dass es in engem Austausch mit dem Betriebsrat stehen will. Ein zentraler Punkt dabei ist, die Unternehmensstrukturen an die tatsächlichen Arbeitsabläufe anzupassen.

Geplante Veränderungen und Mitarbeiterinformation

Die betroffenen Mitarbeiter wurden am 22. Januar in einer spontanen Versammlung über die Pläne informiert. Vorstandschef Bjørn Gulden bezeichnete die bevorstehenden Veränderungen nicht als Sparmaßnahmen, sondern als notwendige Anpassungen im Unternehmen. Dies betrifft etwa jede zwölfte Stelle im Betrieb, was die Mitarbeiterzahl erheblich beeinflussen könnte. Chip berichtet zudem, dass ein Freiwilligenprogramm mit Abfindungen für freiwillig ausscheidende Mitarbeiter in Aussicht gestellt wurde.

Die Unternehmensstrategie sieht vor, die Verantwortung auf lokale Marktverantwortliche an den globalen Standorten zu verlagern. Damit verbunden sollen Veränderungen in der Unternehmensstruktur bis zur Schaffung eines Sozialplans erörtert werden.

Blick auf die wirtschaftliche Lage

Die allgemeine Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist derzeit angespannt. Hohe Energiekosten, zunehmende Bürokratie und der Wettbewerb aus China setzen vielen Unternehmen zu. Laut Tagesschau sind bereits mehrere Firmen von Stellenabbauten betroffen, was zudem die Konjunktursituation in Deutschland belastet. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, bemerkt, dass die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland für Unternehmen eine erhebliche Herausforderung darstellt. Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) deuten darauf hin, dass die Arbeitslosigkeit steigen wird, mit keiner signifikanten Trendwende bis zum Frühjahr.

Insgesamt zeigen aktuelle Entwicklungen, dass Adidas sich in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld bewegt, während das Unternehmen versucht, seine Strukturen für die Zukunft zu optimieren.