Am 25. Januar 2025 verabschieden sich in der Wipperfürther Kirche am Markt zwei Seelsorger, die über einen Zeitraum von zwei Jahren die evangelische Gemeinde maßgeblich geprägt haben. Michael Kunz und Pfarrer Matthias Weichert erhalten am Sonntag, dem 26. Januar, die Möglichkeit, sich von der Gemeinde zu verabschieden. Beide waren in der Region, die zum Kirchenkreis An der Agger gehört, tätig, der insgesamt 21 Kirchengemeinden im Oberbergischen Land umfasst.
Michael Kunz arbeitete als Gemeindereferent und übernahm dabei zentrale Aufgaben wie die Leitung von Gottesdiensten, Taufen, Konfirmandenunterricht, Hochzeiten und Bestattungen. Zuvor hatte er in mehreren Gemeinden des Kirchenkreises ausgeholfen. Matthias Weichert war seit 2020 in Wipperfürth tätig, zunächst als Subsidiar mit einer 25-Prozent-Stelle und seitdem als Schulreferent des Kirchenkreises. Die beiden Seelsorger haben es geschafft, engagierte Gemeindemitglieder neu in die Verantwortung einzubeziehen und eine Atmosphäre der Gemeinschaft zu schaffen.
Herausforderungen und Veränderungen
Die Anfangszeit für Kunz war besonders herausfordernd, da er die Gottesdienste zunächst allein in Form einer „One-Man-Show“ leitete. Dennoch gelang es ihm, mit Unterstützung vieler Lektoren und Gemeindemitglieder ein neues Format von Forum-Gottesdiensten einzuführen, die thematische Schwerpunkte setzen. Diese Initiativen tragen zur Förderung der übergemeindlichen Zusammenarbeit bei, ein zentrales Ziel des Kirchenkreises An der Agger.
Ein bedeutendes Ereignis für die Gemeinde war die Wahl von Dagmar Krauth-Zirk als neue hauptamtliche Pfarrerin. Diese Entscheidung fiel in einer Zeit der Umstrukturierung, die durch Rücktritte im Presbyterium, die Kündigung der ehemaligen Pfarrerin Stefanie Eschbach und die Pensionierung des Pfarrerehepaars Ruffler geprägt war. Ein Bevollmächtigtenausschuss des Kirchenkreises wurde eingesetzt, um während dieser Übergangszeit Unterstützung zu bieten.
Ein Blick auf die Zukunft
Die offizielle Verabschiedung von Michael Kunz und Matthias Weichert markiert nicht nur das Ende ihrer Zeit in Wipperfürth, sondern auch den Beginn eines neuen Kapitels für die Gemeinde „An der Wipper“, die am 5. Januar 2025 ihren ersten Gottesdienst feierte. Kunz plant, im Februar 2024 die neue Pfarrerin zu unterstützen, was eine weitere Stärkung der Gemeindearbeit erwarten lässt.
Die Struktur der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) spiegelt sich auch in der Organisation des Kirchenkreises wider. Die EKD ist Föderal aufgebaut und vereint rund 24 Millionen evangelische Christen in etwa 16.000 Gemeinden. Sie bemüht sich, die Vielfalt des Glaubens zu fördern und dabei die Selbstständigkeit der einzelnen Gemeinden zu respektieren.
Die Verabschiedung von Kunz und Weichert wird eine Gelegenheit für die Gemeinde sein, sowohl Rückschau auf die geleistete Arbeit zu halten als auch den Weg in eine aufregende Zukunft zu begrüßen. Ihr Engagement und ihre wertvolle Arbeit werden in Wipperfürth nicht vergessen werden.