Am 1. März 2025 fand der mit Spannung erwartete deutsche Vorentscheid für den Eurovision Song Contest (ESC) statt. Die Veranstaltung, die um 20:29 Uhr in Basel begann, wurde von Barbara Schöneberger moderiert und konnte live im Ersten, auf eurovision.de, in der ARD Mediathek sowie auf ONE verfolgt werden. Trotz einer 15-minütigen Verspätung aufgrund eines politischen Brennpunkts zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, kamen die Zuschauer auf ihre Kosten.
Im Rahmen des Vorentscheids „Chefsache ESC 2025“ konnten die Zuschauer live erleben, wie das Geschwisterduo Abor & Tynna mit ihrem Song „Baller“ den Sieg errang. Ihr modern produzierter Titel kombiniert Elektro-Elemente mit treibenden Beats und eingängigen Hooklines, was sowohl die Jury als auch das Publikum überzeugte. In einem spannenden Finale setzte sich das Duo gegen acht weitere Acts durch, darunter die als Favoriten gehandelte Folk-Metal-Band Feuerschwanz, die vor dem Superfinale scheiterte.
Der Entscheidungsprozess
Die Jury, bestehend aus bekannten Persönlichkeiten wie Stefan Raab, Yvonne Catterfeld, Conchita Wurst und Nico Santos, wählte in zwei Runden fünf Acts für das Superfinale aus. Die finale Entscheidung lag dann bei den Zuschauern, die per Anruf, SMS oder Online-Voting abstimmen konnten. Dies war das erste Mal, dass auch internationale Fans die Möglichkeit hatten, an der Wahl des deutschen Vertreters teilzunehmen.
- Moss Kena (ESC-Song: „Nothing Can Stop Love“)
- JULIKA (ESC-Song: „Empress“)
- Benjamin Braatz (ESC-Song: „Like You Love Me“)
- COSBY (ESC-Song: „I’m Still Here“)
- Abor & Tynna (ESC-Song: „Baller“)
- Feuerschwanz (ESC-Song: „Knightclub“)
- LEONORA (ESC-Song: „This Bliss“)
- LYZA (ESC-Song: „Lovers On Mars“)
- The Great Leslie (ESC-Song: „These Days“)
Die Vorentscheidungsserie umfasste zuvor 14 Acts im Halbfinale, aus denen neun ins Finale gelangten. Am 22. Februar qualifizierten sich sieben weitere Acts in einer zweiten Vorrunde, die eine spannende Vielfalt an Talenten präsentierte.
Rückblick und zukünftige Perspektiven
Mit dem Sieg von Abor & Tynna rückt Deutschland wieder in den Fokus des ESC-Geschehens. Im letzten Jahr erreichte das Land Platz 12 mit Isaak Guderian und dem Titel „Always on the Run“, was die beste Platzierung seit 2018 darstellt, als Michael Schulte den vierten Platz belegte. Die letzten Jahre waren für Deutschland jedoch herausfordernd, mit zahlreichen letzten Plätzen, wie das Jahr 2023, in dem die Band Lord of the Lost nur 18 Punkte erzielte und somit ganz hinten landete.
Trotz dieser Rückschläge hat Deutschland auf dem ESC eine lange Tradition. Seit 1956 ist das Land ein ständiger Teil des Wettbewerbs und hat seither viele Höhen und Tiefen durchlebt. Der letzte Sieg datiert auf das Jahr 2010 zurück, als Lena Meyer-Landrut den Titel mit „Satellite“ holte. Bei den bevorstehenden Wettkämpfen in Basel wird das Geschwisterduo die deutschen Farben vertreten. Der ESC selbst findet am 17. Mai 2025 statt.
Die Erfolge und Misserfolge der vergangenen Jahre zeigen, dass der ESC für Deutschland ein wichtiger Teil der musikalischen Identität ist. Mit Abor & Tynna könnte ein neuer Wind durch die deutschen Beiträge wehen – auf die Fans wartet eine aufregende Zeit bis zu den bevorstehenden Wettbewerben.
Weitere Informationen darüber können in den Berichten von Kölnische Rundschau, Eurovision.de und Wikipedia nachgelesen werden.