Die Polizeidienste in Mecklenburg-Vorpommern stehen vor wachsenden Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die Verkehrssicherheit ihrer Fahrzeuge. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 440 Unfallschäden an Polizeiautos registriert, wie das Innenministerium berichtet. Von diesen Unfällen geschahen 300 ohne Fremdbeteiligung, was auf häufige Wildschäden und Steinschläge hindeutet. Darüber hinaus wurden 110 Unfälle in Zusammenhang mit anderen Verkehrsteilnehmern verzeichnet. Die Gesamtschäden durch diese Vorfälle summieren sich auf rund 261.365,95 Euro, ohne dass die Kosten für Totalschäden erfasst werden.
Angesichts dieser Statistiken stellte die Polizei im Jahr 2024 mehr als 100 neue Fahrzeuge in Dienst, was eine Investition von 6.580.000 Euro erforderte. Diese neuen Funkstreifenwagen sollen helfen, die Schlagkraft der Polizeiarbeit in der Region zu steigern und weitere Schäden zu vermeiden.
Unfallstatistik und gefährliche Vorfälle
Zu den besonderen Vorfällen des vergangenen Jahres zählen tragische Unfälle, bei denen Menschenleben verloren gingen und Beamte schwer verletzt wurden. So starb im September 2023 ein Fahrer eines Mitsubishi bei einem schweren Unfall in der Nähe von Wismar, während Polizisten dabei verletzt wurden. Ein weiterer Unfall, der kurz vor Weihnachten 2023 in Neubrandenburg stattfand, erforderte einen Zwischenfall, bei dem ein Polizist ins Krankenhaus geflogen werden musste, nachdem ein Polizeiauto ausweichen musste.
Zusätzlich wurde im November 2023 ein Unfall zwischen der Bundespolizei und einem Fahrschulbus berichtet, der frontal gegen einen Baum prallte und zu zwei verletzten Personen führte. Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Gefahren, denen Polizeibeamte im Einsatz ausgesetzt sind.
Stetige Zunahme der Schadensfälle
Die Statistik der Schadensfälle zeigt einen deutlichen Anstieg in den letzten Jahren: 2022 waren es 435 Schadensfälle mit einem Gesamtbetrag von 302.452,14 Euro, 2023 stieg die Zahl auf 463 Schadensfälle und die Schäden erhöhten sich auf 398.886,74 Euro. Im Jahr 2024 wurden zudem vier Fahrzeuge mutwillig beschädigt, was einen weiteren Schaden von circa 3.500 Euro nach sich zog.
- 2022: 435 Schadensfälle, Schaden: 302.452,14 Euro
- 2023: 463 Schadensfälle, Schaden: 398.886,74 Euro
- 2024: 440 Unfallschäden (Schadenssummen beziehen sich nur auf Instandsetzungskosten)
Die Polizei Nordrhein-Westfalen bietet auf ihrer Webseite weitere Informationen zur Verkehrsunfallstatistik und deren Auswertung an, die auch einen umfassenden Überblick zur Verkehrssicherheit der Polizeiflotten in ganz Deutschland geben kann. Weitere Einzelheiten sind auf https://polizei.nrw/polizeiliche-verkehrsunfallstatistik-5 verfügbar.
Diese Entwicklungen zeigen, dass die Polizei mehr denn je auf moderne und sichere Fahrzeuge angewiesen ist, um den Gefahren im Straßenverkehr entgegenzuwirken und ihre Einsätze effizienter zu gestalten.