Das Paketzentrum Kitzingen feiert 30 Jahre erfolgreiche Paketverarbeitung. Seit der Eröffnung im Jahr 1994 hat sich die Einrichtung zu einem wichtigen Bestandteil des deutschen Paketnetzes entwickelt, welches mit der Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen im Jahr 1993 ins Leben gerufen wurde. Der Aufbau dieses Netzes ermöglichte die Schaffung von insgesamt 38 Paketzentren in Deutschland. Ende September 1994 wurde das erste Paket in Kitzingen verteilt, und seitdem wurden hier über 1,8 Milliarden Pakete bearbeitet, wie inFranken.de berichtet.

In Spitzenzeiten kann das Paketzentrum Kitzingen über 500.000 Paketsendungen täglich verarbeiten. Laut Roland Köhler, dem Leiter des Postfrachtzentrums, könnte man die in 30 Jahren bearbeiteten Pakete aneinanderreihen, um die Erde circa 15-mal zu umrunden oder sie stapeln, um den Mond zu erreichen. Aktuell sind um die 380 Mitarbeiter am Standort beschäftigt, hinzu kommen in der Hochsaison vor Weihnachten etwa 220 Aushilfskräfte, um das erhöhte Paketvolumen zu bewältigen.

Technische Ausstattung und Kapazität

Der Standort verarbeitet bis zu 32.000 Pakete pro Stunde und verfügt über 150 Verladetore für Lkw. Bei der Eröffnung lag die maximale Kapazität bei 18.000 Paketen pro Stunde. Die Betriebsleitung befindet sich im Obergeschoss, während im Erdgeschoss die Sortiertechnik untergebracht ist. Zudem sind 30 Codierlinien installiert, die für die automatische Sortierung der Pakete verantwortlich sind, wie Paketda.de ergänzt.

Die Fläche des Paketzentrums beträgt etwa 11 Hektar, und das Einzugsgebiet erstreckt sich über mehrere Postleitzahlregionen in Unterfranken und Oberfranken. Zu den größeren Orten im Einzugsbereich zählen Bad Brückenau, Würzburg, Bamberg, Schweinfurt, Dinkelsbühl und Coburg. Der Standort ist als nationales Paketzentrum (FZ97 96) von DHL klassifiziert und bedient auch zahlreiche Orte im Liefergebiet, einschließlich Würzburg und Neuenstein.